20 Jahre länger leben? Physik, die Medizin von morgenINSTITUT FÜR QUANTEN-MEDIZIN Dieses Buch gibt eine Einführung in die Wirkungsweise von magnetischer Energie im Organismus.
Beachten Sie bitte, daß Sie den installierten Acrobat Reader zum Anzeigen des Dokumentes benötigen. Adobe Acrobat Reader herunterladen . Das Dokument kann auch ausgedruckt werden. Wir verweisen an dieser Stelle ausdrücklich auf das Urheberrecht. Es ist keine Vervielfältigung oder Weitergabe erlaubt! Auch der Inhalt dieser Seite ist urheberrechtlich geschützt. Sie dürfen diese Seite lediglich als Informationsquelle benutzen. Wir würden uns freuen, wenn Sie einen Link zu dieser Seite setzen, bitte benachrichtigen Sie uns dazu formlos. Wissenschaftlich untermauert erklärt anschaulich mit vielen Grafiken und Bildern die Unterschiede der verschiedenen Magnetfelder und deren therapeutische Einsatzmöglichkeiten und Indikationen. Darüberhinaus wird der Nutzen und die Wichtigkeit für den vorbeugenden Einsatz von Magnetfeldern in der Medizin ausführlich dargestellt. Eingehend erfolgt die Behandlung insbesondere des neuen Quantron-Resonanz-Systems, an dessen Entwicklung der Autor in erheblichem Umfang maßgeblich beteiligt war. Eigene Krankheitserfahrung brachte den Unternehmer, Erfinder und Ingenieur Dr. Gerhard Fischer dazu, sich eingehend mit den Grundlagen der schon lange bekannten Magnetfeldtherapie zu beschäftigen. Sein Buch zieht den weiten Bogen von den altägyptischen Magnetsalben bis zur modernen Therapie mit Magnetquanten, der sogenannten „Quanten-Therapie“, mit der sich eine neue Dimension in der Geschichte der Medizin öffnet. Dr. G. Fischer und sein internationales Forschungsteam von verschiedenen Universitäten haben einen Weg gefunden, Ionen in der Körperflüssigkeit durch Einsatz spezieller, pulsieren-der Magnetfelder therapiewirksam zu bewegen. Die Folgen für die Heilkunde sind revolutionär.
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| Kapitel 5 Die Bedeutung natürlicher und technischer Magnetfelder für unser Leben | 93 |
| Kapitel 6 Vom Dauermagneten zum pulsierenden Magnetfeld | 105 |
| Kapitel 7 Aus dem Elfenbeinturm der Forschung Bericht im Deutschen NDR-Fernsehen über Quantronik | 121 |
| Kapitel 8 Von Flöhen und Frequenzen | 127 |
| Kapitel 9 „Die Sprechstunde“ Magnetfeldtherapie | 137 |
| Kapitel 10 |
Wissenschaftliche Veröffentlichungen + klinische Ergebnisse149
Kapitel 11
Grundlagenforschung an der Universität des Saarlandes 175
Kapitel 12
Elite und Trittbrettfahrer 197
Kapitel 13
Anerkennung durch die Krankenkasse 209
Kapitel 14
Beurteilungen durch Heilpraktiker 215
Kapitel 15
Magnetfeld-Therapie Großstudie 50.000 Patienten 221
| 23 | |
|---|---|
| Kapitel 16 | |
| Die Studien von Professor Pelka | 229 |
| Kapitel 17 | |
| Vom Sinus zum Sägezahn | 235 |
| Kapitel 18 | |
| Physiologie der Quanten-Therapie | 243 |
| Kapitel 19 | |
| Die Natur als Vorbild der Quantronik | 271 |
| Kapitel 20 | |
| Zellmeditationen oder Frequenzen gegen den Stress | 287 |
| Kapitel 21 | |
| Das Amplitudenfenster | |
| Der Generalschlüssel zum längeren Leben | 295 |
| Kapitel 22 | |
| Die Wuppertaler Studie | 303 |
| Kapitel 23 | |
| Quantron-System - Wissenschaftliche Wirkungsstudien | 311 |
| Kapitel 24 | |
| Wissenschaftler Hintergrund - Quantronikpatente | 321 |
| Kapitel 25 | |
| Eine weitere Grundlagenstudie aus der Universität Graz | 377 |
| Kapitel 26 | |
| Das weltweite Forschungsprojekt | 419 |
Kapitel 27
Quantronik - Ärzte und Anwender berichten 431
Kapitel 28
Die Quantenmedizin -Wieviele Krankheiten gibt es wirklich? 465
Nachwort von Prof. Dr. Rainer B. Pelka 479
Glossar 487
Anhang 519 Beteiligte an der QRS Forschung 520 Wissenschaftliche Publikationen von Prof. Dr. Fischer AG 524 Grenzwerte für pulsierende Magnetfelder 539 Elektromagnetische Felder 540 Grenzwerte und Auswirkungen von magnetischen Feldern 541 QRS - ein weltweit - patentiertes System 542 7 Schritte zur wissenschaftlichen Anerkennung 543
Literatur und Quellenverzeichnis 544
Weiterführende Forschungsliteratur 548
Index 575
Als Anfang 1996 die erste Auflage von „Grundlagen der Quanten-Therapie“ herauskam, schien mir „das 3. Jahrtausend“, dessen Medizin wir mit der Quantronik einzuläuten im Begriff waren, noch weit entfernt. Nun ist das neue Millennium bereits Alltag für uns, und auch das von uns entwickelte Quantenresonanzssystem (QRS) wird in fortschrittlichen Medizinerkreisen und bei aufgeklärten Laien immer mehr zur Selbstverständlichkeit.
Schon 1992, als wir die Entwicklung offengelegt haben, ging die Patentschrift wie im Lauffeuer durch die Fachwelt. Mit dem Erscheinen der Erstauflage dieses Buches wurden wir dann vom Wachstum des Interesses tatsächlich überrascht. Schneller als gedacht fanden wir neue und größere Partner in der Forschung und Entwicklung, die Zahl der an der QRS-Wirkungsforschung beteiligten Institute, Kliniken und Persönlichkeiten stieg gewaltig. Inzwischen sind nahezu alle in der Erstauflage dargestellten Grundlagenversuche mehrfach international bestätigt, und die allermeisten der damals noch theoretisch vorhergesagten Einsatzmöglichkeiten in Forschung, Medizin und Prophylaxe erprobt.
So atemlos man beim Betrachten der Quantronik-Entwicklung in den vergangenen 4 Jahren auch werden konnte, so anstrengend war es auch, die Patente weltweit zur Anerkennung zu bringen, trotz so prominenter Fürsprecher wie Linus Pauling, der im letzten Jahrhundert gleich zwei Nobelpreise bekommen hatte. Die überfällige Reform der Schulmedizin durch die Quantenmedizin, von der er gesprochen hatte, stieß natürlich nicht nur auf freudiges Entgegenkommen seitens des etablierten medizinisch-industriellen Komplexes. Ich habe oft mehr Zeit beim Patentanwalt zugebracht als im Forschungslabor oder im Gespräch mit Fachleuten aus dem Gesundheitswesen. Viele Ärzte, Heilpraktiker und Apotheker - die ja zumindest in Deutschland unter einem gewaltigen politischen Druck stehen, haben aber auch von alleine den Weg zur Quantentherapie gefunden. Vor kurzen hat mich die Nachricht erreicht, daß QRS schon als „apothekenübliche Ware“ eingestuft wurde.

Die Zeit ist reifer als gedacht für einen neuen Weg! In Amerika, in Australien, überall auf der Welt sind schnell wachsende Quantronik-Kompetenz-Zentren entstanden.
� Die Quantentherapie wird „apothekenüblich“

Das weltweite Echo der Quantronik hat leider auch einen Nebeneffekt, mit dem man als Erfinder einer weltweit interessanten Methode immer rechnen muss. Coca Cola hat ein geheimes Rezept, die Quantronik nicht! Alles Entscheidende ist zwar inzwischen patentiert, aber es ist vollständig transparent und öffentlich. Die ganze Welt weiß nun - nicht zuletzt durch die Erstauflage dieses oft zitierten Buches - wie der Ionentransport im Körper erreicht werden kann, oder wie man mit dem pathologischen Energiedefizit der Zellen fertig werden kann. Erfolgreiche Produkte und Ideen werden nun mal im Gegensatz zu Schrott und Seifenblasen gerne kopiert, das kann kein Patent der Welt verhindern. So ist es nur natürlich, dass ich auch weiterhin viel Zeit
mit Juristen verbringen muss, um die Nachahmer und Trittbrettfahrer unserer Erfindung auf die Ungesetzlichkeit ihres Tuns hinzuweisen, und die Vernünftigen unter ihnen, wo immer sinnvoll und möglich, in unser weltweites Forschungs- und Entwicklungsprojekt einzubinden. Wo immer ein quantentherapeutisches Gerät auf der Welt zum Einsatz kommt, sollten die Erfahrungen damit allen zugute kommen, damit der so dringend nötige Paradigmenwechsel in der Medizin unserer Zeit sich noch schneller durchsetzen kann.
Mit der vollständig überarbeiteten Neuauflage dieses Buches machen wir wieder einmal den ersten Schritt in Richtung auf weltweiten Erfahrungsaustausch. Wir halten unser Wissen weiterhin nicht zurück. Der Kern von „Grundlagen der Quantentherapie“ ist freilich derselbe geblieben: Unser Ansatz ist weiterhin der historische, nur dass der Bogen inzwischen weiter geht: Von den altägyptischen Magnetsalben bis zur modernen NIRP-Methode zum gezielten Wirkungsnachweis erfolgreicher Quantentherapie.
Bei dem rasanten Wissenszuwachs in unserem weltweiten Forschungs-Netzwerk wird auch dieses neue Buch natürlich schon bei seiner Drucklegung nicht mehr auf dem neuesten Stand der Entwicklung sein können. Wer trotzdem immer up-to-date sein will, hat nunmehr aber die Möglichkeit, sich über das Internet auf dem Laufenden zu halten. Wenn Sie mir eine Nachricht auf elektronischem Wege zukommen lassen wollen, können Sie mich persönlich per E-Mail unter dr.fischer@quantron.de erreichen. Mit jeder Information, aber auch mit jeder Frage helfen Sie mir und meinen Kollegen, die Grundlagen der Quantentherapie auf ein noch breiteres Fundament zu stellen!
Dr. E. G. Fischer, 28. August 2000
� Quantentherapie ab jetzt immer up-to-date im Internet: http://www.quantentherapie.de
Von Prof. Dr.-Ing. H. L. König (verstorben 1996)Technische Universität München
Der Mensch in seiner Umwelt wird in dieser bei einer ökologischen Betrachtung der Zusammenhänge traditionell mit materiellen Gegebenheiten in Verbindung gebracht, seien dies nun Festkörper oder Gase.
Unabhängig von der gegenseitigen Beeinflussbarkeit und Abhängigkeit, wie sie durch den Begriff Ökologie umfassend beschrieben wird, spielt für den Menschen als Individuum im Rahmen seiner Existenz dessen im weitesten Sinne zu verstehendes Wohlbefinden eine entscheidende Bedeutung. Dies betrifft sowohl den eigenen Körper als auch die Umwelt, in der sich dieser befindet. Geist und Körper müssen gleichermaßen betrachtet werden, - so, wie dies schon von den ältesten Kulturen her bekannt ist.
Es mag vielleicht darauf begründet sein, dass der Körper des Menschen als solcher in erster Linie als Materie eingestuft wird, weil sein zu ihm gehören-der Geist nicht unmittelbar durch die Sinnesorgane erkennbar ist.
Jedenfalls wird das hier erwähnte Wohlbefinden im Allgemeinen zuerst einmal körperlich verstanden, sei es in einem Befinden, das im einen Extremfall als bestens eingestuft und im anderen als Krankheit bezeichnet wird.
Bei seinen Bemühungen, möglichst weit von dem als Krankheit bezeichneten Bereich des Befindens sich einordnen zu können, benutzte der Mensch bislang meist die Hilfe der Materie. So kommt im Rahmen der Erhaltung der Gesundheit, beispielsweise der gesunden Ernährung eine überragende
Bedeutung zu, im Krankheitsfall der entsprechenden Medizin. Es ist folglich nicht weiter verwunderlich, wenn schon seit Jahrhunderten sich aus der Chemie, also aus dem Bereich der Materie heraus, die wesentlichen Hilfen gegen Krankheiten beim Menschen entwickelten.
Unter diesem Aspekt erscheint die derzeit hochentwickelte medikamentöse Behandlung von Krankheiten im Rahmen der klassischen Schulmedizin voll verständlich.
Vergleicht man hierzu aus der geschichtlichen Perspektive den Werdegang der Physik, so ist im Vergleich zur Chemie die riesengroße zeitliche Verspätung der allgemeinen Entwicklung in der Physik mehr als augenscheinlich, wenn auch die zeitliche Entwicklung des Fortschritts jetzt mit einer ungleich größeren Geschwindigkeit abläuft.
Parallel hierzu nahm die Erkenntnis zu, dass gerade auch im medizinischen Bereich der Physik eine auffallend steigende Bedeutung zukommt.
Die immer mehr zunehmende Zahl neuer und verbesserter medizinischer Geräte für diagnostische und therapeutische Anwendungen spricht in diesem Zusammenhang eine deutliche Sprache. Der allgemein faszinierende Begriff „Strahlung“ ist dabei das große Zauberwort - im positiven wie im negativen Sinn.
Vor allen Dingen die elektromagnetische Strahlung ist hier zu nennen. Gemeint ist damit eine im Raum vorhandene Energieform, die sich mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitet, weil sie materielos ist.
Die physikalischen Eigenschaften dieser Strahlung differieren entsprechendihrer Frequenz ganz erheblich. Hierbei wird unter Frequenz die Anzahl dervollständigen Schwingungszyklen pro Sekunde verstanden.Der Begriff „elektromagnetische Strahlung“ enthält bereits die Information,
� Zauberwort „Strahlung“
dass es sich um eine mit elektrischer Ladung und mit Magnetismus zusammenhängende Energieform handelt.
Ist die Frequenz der Strahlung sehr gering, treten beide Faktoren wie im statischen Zustand praktisch unabhängig voneinander auf. Man spricht dann vom elektrischen Feld und vom magnetischen Feld, wie es im Raum als Energieform existiert. Ab einer bestimmten Mindestfrequenz sind beide Strahlungsformen immer wieder gleichzeitig in einer ganz bestimmten Relation vorhanden. Dann handelt es sich um elektromagnetische Wellen.
Im menschlichen Körper sind zur Funktionssteuerung elektrische Spannungen bzw. Ströme zu beobachten, die speziell dem niederfrequenten Bereich zuzuordnen sind.
Wegen der damit in Zusammenhang stehenden elektrischen und magnetischen Felder liegt es nahe, für diese bzw. für jegliche elektromagnetische Strahlung die Frage nach deren biologischer Bedeutung zu stellen. Diese gilt für positive Wirkungen im therapeutischen Sinne wie auch im negativen, also dem krankmachenden Bereich, für den sich zusehends der Begriff „Elektrosmog“ einbürgert.
Die hierbei besonders interessierende nicht-thermische Wirkung elektromagnetischer Strahlung wird zur Zeit, wissenschaftlich gesehen, insbesondere für relativ sehr schwache Dosierungen immer noch heftig diskutiert. Dies insbesonders im Zusammenhang mit den für die allgemeine Bevölkerung geltenden Grenzwerten, wie sie als höchstzulässige Belastung anzusetzen sind. Unter dieser Diskussion leidet bislang auch oftmals der therapeutische Einsatz gerade niederfrequenter Magnetfelder, der je nach persönlicher Einstellung und Auffassung des zuständigen Arztes zum Tragen kommt.
Es muss als glücklicher Zufall angesehen werden, wenn eine Persönlichkeit wie der Autor dieses Buches, Dr. Gerhard Fischer, bedingt durch eigene Krank
� Eine Frage der Dosierung
heitserfahrung, bei der ihm letztlich einzig eine Magnetfeld-Therapie entscheidend weiterhalf, sich mit voller Energie für die Verbreitung und Anwendung dieser Therapieform einsetzt.
Entscheidend für den zwangsläufigen Erfolg dieses Vorhabens dürften dabei die von Dynamik, Erfolgsdenken, Engagement und Menschenkenntnis geprägten Charaktereigenschaften sowie ganz wesentlich die menschlich persönliche Note von Dr. Gerhard Fischer sein, verbunden mit dem Bewusstsein, alle nötigen Voraussetzungen in wirtschaftlicher und industrieller Hinsicht mitzubringen. Nicht zuletzt aber auch das Gespür des Autors, sich bei einem derartigen Projekt der Mitarbeit der richtigen Wissenschaftler und Wirtschaftsfachleute der ersten Garnitur zu versichern.
Prof. Dr.-Ing. Herbert L. König
� Mitarbeiter der richtigen Wissenschaftler und Wirtschaftsfachleute der ersten Garnitur
oder:
Wie es zu diesem Buch kam
Zeit ist die 4. Dimension.
Zeit, die wir hatten, Zeit, die unserem dreidimensionalen Körper zum Leben noch bleibt.
Gesundheit und Zeit, wie hängen sie zusammen?
Die meisten Menschen kommen gesund auf die Welt und entwickeln einen dreidimensionalen Raum, in dem sie gesund leben. Zunächst wachsen sie in den Raum ihres eigenen Körpers, das „Feld“ ihres Daseins, hinein, werden erwachsen.
Wenn das gut geht, sind sie „fit“, das heißt, sie passen hinein in diesen Körper: Das eigene „Feld“ bleibt stabil.
Die Menschen erschaffen in der Zeit ihres Lebens aber auch einen dreidimensionalen Raum außerhalb ihres eigenen Körpers: ihre Umwelt. Dazu gehören nicht nur die eigene Wohnung, das nähere „Umfeld“, sondern auch die Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten.
Ein Umfeld, was ist das?
Felder und Umfelder sind überall im Universum vorhanden. Nur wenn sie sich begegnen, „entsteht“ nach den Vorstellungen der Quantenphysik neben den räumlichen Dimensionen eine 4. Dimension. Erst dann gibt es ein Vorher und ein Nachher. Erst dann gibt es aber auch das, was sich in diesem Vorher oder Nachher befindet. Das scheint zunächst paradox.
� Leben = Gesund + Zeit = Fit hoch 4
Da wir Energien nicht sehen können, sondern nur ihre Auswirkungen erkennen, ist das alles schwer vorstellbar. Es hat lange gedauert, bis die Physiker die Grundlagen der Chemie begriffen haben. Eigentlich gibt es gar keine Chemie im Sinne einer „toten“ Materie, sondern nur schwingende Wechselfelder, die sich austauschen. Die Materie, die auch unseren Körper aufbaut, besteht nur aus solchen Kraftfeldern. Energieteilchen schließen sich zusammen, und daraus entsteht Materie.
Unser Körper ist ein Konzert von einer schier unendlich großen Zahl schwingender Wechselfelder. Bei Körpertemperatur schwingen die Atomkerne 10.000.000.000.000.000.000.000 mal pro Sekunde. (Sie brauchen nicht nachzuzählen, es sind 22 Nullen.) Schon die Atome als Einheit schwingen mit etwa 7 Nullen weniger. Atome, die sich zu Molekülen verbinden, haben ihre Hauptfrequenz bei 109 Hertz, also nur noch 9 Nullen. Und wenn wir dann die Zelle, das Bauelement unseres Körpers, betrachten, einen Molekülverband, dann messen wir ungefähr 1.000 Schwingungsvorgänge pro Sekunde; das kann aber auch viel weniger sein, je nachdem welches „Zell-Instrument“ wir gerade betrachten. Nervenzellen zum Beispiel können nur alle 10 Sekunden schwingen, aber auch 1.000mal je Sekunde.
Vielleicht haben Sie es bemerkt: Je größer und komplexer ein System wird, desto niedriger wird seine Frequenz.
Den Zellaggregaten, wie z.B. unseren Organen Leber, Niere, Gehirn, wird jeweils eine typische Funktionsfrequenz zugeordnet. (Wie oft schlägt Ihr Herz gerade, wenn Sie dieses Buch lesen?) Der Darm bewegt sich in einem bestimmten Rhythmus, die Haut erneuert sich in einem bestimmten Zyklus, die Hormone und Gene steuern den Lauf unseres Lebens und damit den für den individuellen Menschen langsamsten Schwingungsvorgang. Damit nähern wir uns schon den Grenzproblemen der Physik; da wird es schon etwas philosophisch oder gar religiös.
� Unser Körper ist ein Konzert von einer beinahe unendlich großen Zahl schwingender Wechselfelder.
Aber wir sind damit wieder bei der 4. Dimension, der Zeit unseres Lebens. Wenn alle schnellen, also kurzdauernden Schwingungen so abgestimmt sind, dass sie ein Konzert ergeben, kann auch der langsame Schwingungsvorgang sehr lange dauern. Aber eine einzige falsche Schwingung, die nicht ins Konzert passt, zerstört womöglich das ganze Stück. Und gerade dort, wo alles andere perfekt ist, wird uns das besonders klar.
Nehmen wir daher ein Beispiel aus unserer Zeit:
„Magic Johnson“, der Superstar des Profi-Basketball, vielleicht der höchstbezahlte Spitzensportler aller Zeiten. Wer hätte nicht gesagt, dieses Athletik-Genie mit seiner einzigartigen Körperbeherrschung und seiner ungeheuren mentalen Stärke und Konzentration sei super-fit?
Jetzt, wo alle Welt weiß, dass das AIDS-Virus in seinem Körper lauert, ist dieser dreidimensionale Super-Athletenkörper entzaubert. Dieser Mann, der uns allen wohl auch jetzt noch an dreidimensionaler Gesundheit weit überlegen ist, ist nur fit3. Jede Bewegung seines Körpers bringt ihn dem Tod näher. Gesundheit auf Abruf in der Zeit, der 4. Dimension, die wir alle so schwer begreifen.
Gibt es eine Gesundheit, die mehr ist als der schöne Schein? Gibt es eine Gesundheit, die hinter der Oberfläche des Augenblicks steht? Eine nicht räumliche Struktur, die dafür verantwortlich ist, dass man gesund ist und es auch bleibt?
Was sorgt dafür, dass wir gesund bleiben? Ist es bloß eine platonische Idee, oder ist es etwas, das wir mit naturwissenschaftlichen Mitteln messen können?
� Dreidimensional gesund reicht nicht aus, fit hoch 4 ist das Ziel!
Was ist das:
Es sind die unsichtbaren Felder und Schwingungszustände, die der Gesundheit ihre 4. Dimension geben. Sie „entscheiden“ über Gesundheit und Krankheit, über Leben und Tod.
Keine Angst. Dieses Buch wird nicht kompliziert. Jeder kann es verstehen, der den Unterschied zwischen einer Eisenbahn und einem Automobil erfassen kann. Die Medizin des dritten Jahrtausends wird die Gleise der Chemie verlassen und vor allem den Weg der Physik gehen: beweglicher, schneller und individueller. Wir nennen sie die „Quantenmedizin“ oder „Quantentherapie“.
Vielleicht erinnern Sie sich an Ihre Schulzeit zurück, als Sie das erste Mal lernten, Zahlen in Zeichnungen umzusetzen. Man beginnt mit dem Zeichnen eines Punktes, der aber ohne Dimension ist, wenn man ihn nicht in ein System von Koordinaten einsetzt.
Die 1. Dimension lernen wir als Länge kennen, der Punkt wird hier auf einer geraden Linie positioniert.
Die 2. Dimension, die Ebene, kann man anschaulich machen, wenn man beispielsweise die Position eines darauf befindlichen Punktes von zwei senkrecht aufeinander stehenden geraden Linien her definiert, die in der Ebene liegen.
Schon die 3. Dimension, den Raum, können wir nicht mehr realistisch auf eine Papierfläche zeichnen und müssen uns mit der perspektivischen Zeichnung behelfen. Die meisten können sich aber immerhin noch vorstellen, dass
� Die Medizin des nächsten Jahrtausends wird die Gleise der Chemie verlassen.
die dritte Gerade, die wir für die Definition des Punktes im Raum benötigen,beispielsweise senkrecht auf den beiden anderen steht.Wir können uns Modelle davon bauen: Kugeln symbolisieren Atome im Raumund werden mit Stäben verbunden, damit ihre Position fixiert ist. Manchervon uns hat schon mal so ein Modell gesehen, das Atommodell zum Beispiel,und wir sagen dann:Aha! Das ist also ein Atomkern und das sind Elektronen.Das sind sie aber in Wirklichkeit nicht, sondern nur im Modell. Die Wirklichkeit kennt den Augenblick nicht. Sie steht nie still, weil zur Wirklichkeit auchnoch die 4. Dimension gehört, die Zeit.
Alle unsere Vorstellungen von der Zeit laufen uns davon, weil wir selbst inihr leben, weil all unser Denken und unsere Vorstellungen innerhalb der Zeitstattfinden. Wir können sie nie überholen, weil sie immer schneller ist als wirselbst, aber wir können ihr nahe kommen. Nur ein Wesen, das ewig lebt,könnte die Zeit jemals einholen.
Aber selbst Gott, so sagen die Theologen, kann die Zeit nicht überholen. Undwenn es viele Götter geben sollte, wie die alten Griechen dachten, dann heißtder höchste, der noch vor der Schöpfung der Welt und des Lebens da, Chronos, und das bedeutet: Zeit.
Max Planck war mit seiner Quantentheorie vielleicht der erste, der den „Raumin Bewegung“ wissenschaftlich zu begreifen suchte, Albert Einstein hat mitseiner Relativitätstheorie die Grundlagen dafür gelegt, dass wir immerhinwissen, wann wir von Raum und wann wir von Zeit sprechen müssen.
Die Physik heute weiß, dass die Wirklichkeit nicht „quadratisch, praktischund gut“ ist. Die Linien, die unser Leben bestimmen, stehen eben nicht einfach senkrecht aufeinander, wie es unsere Schulmodelle darstellen. Das Leben verläuft auf einer krummen Wahrscheinlichkeitslinie, die von Ereignis
� Max Planck und seine Quantentheorie
sind die Voraussetzungen für die Quanten-Therapie.
zacken durchzogen ist, die wir zwar nachträglich feststellen, aber nie präzise voraussagen können. Einstein sagte noch: „Gott würfelt nicht“. Die heutigen Physiker, deren genialster Kopf wohl Stephen Hawking ist, versuchen, dem Würfelspiel des Universums seine Gesetzmäßigkeiten abzulauschen, und können immerhin das untersuchen, was die vierte Dimension uns bisher beschert hat: „Eine kurze Geschichte der Zeit“.
Wenn wir unserem Körper eine Zelle entnehmen und diesen Grundbaustein des Lebens optimal ernähren würden, könnte diese Zelle nach dem heutigen Wissen theoretisch etwa 150 Jahre alt werden.
Manche Menschen werden tatsächlich beinahe so alt. Ich selbst gehe davon aus, dass unser Durchschnittsalter von etwa 70 auf 140 Jahre verdoppelt werden könnte, wenn wir das Immunsystem in den Griff bekommen, wenn wir die Zellregeneration fördern und wenn wir den Zellen auch noch die richtige Ernährung zur Verfügung stellen. Es nützt ja nichts, den Stoffwechsel elektrophysikalisch zu fördern, wenn der Stoff, dessen Wechsel man beschleunigt, nichts taugt! Ein hochwertiger Motor braucht eben auch hochwertigen Kraftstoff. Bei unserer heutigen Art der Ernährung werden Vitamine, Mineralstoffe etc. zum größten Teil vernichtet, die ohnehin aufgrund der Massenanbauweise nicht mehr so reichlich in der Nahrung vorhanden sind wie früher.
Ein Beispiel: 1 Kilogramm Tomaten, das vor 100 Jahren auf natürliche Weise und unverseuchten Böden angebaut wurde, hatte so viele Vitalstoffe wie heute 11 Kilogramm Tomaten. Man kann natürlich nicht 11mal so viel essen, wie die Menschen vor 100 Jahren. Es führt also nichts daran vorbei, sich hochwertiger und konzentrierter Nahrungsergänzungsprodukte zu bedienen, um den Mangel an Vitalstoffen auszugleichen.
� Ein hochwertiger Hochleistungsmotor braucht hochwertigen Treibstoff
Mit einer optimalen Ernährung sind längst nicht alle Dimensionen der Gesundheit abgedeckt. Wir begreifen heute die Dimension der Ernährung bereits recht gut: Wir wissen, was die Zelle zu ihrer Zweckbestimmung im Laufe der Zeit benötigt, wir kennen die Dimension der Stoffzufuhr und die ebenso wichtige Entsorgungsdimension. Diese beiden Dimensionen sind sozusagen die Fläche, auf der sich das Leben abspielt. Nahrungsaufnahme ist die 1. Dimension der Gesundheit.
Da der Lebensbetrieb der Zelle nichts anderes ist als ein Stoffwechsel, müssen die ausgetauschten Stoffe entsorgt werden. Ausscheidung ist die 2. Dimension der Gesundheit.
Über den Raum des Lebens, die 3. Dimension der Gesundheit, wissen wir vergleichsweise wenig. Er ist definiert durch Anordnung, Zahl und Art der DNA-Moleküle, die das menschliche Genom bilden, den Gesamtbesitz der Baupläne für den Raum, den die Zelle im Laufe ihres Lebens füllen soll. Wir können diesen gesamten Besitz zwar beliebig oft verdoppeln und eine Zelle dadurch klonen, aber wir wissen über die einzelnen Teile des Ganzen, z.B. über die Gene, nur erschreckend lückenhaft Bescheid.
Sicher ist aber, dass das menschliche Genom nicht einfach eine zeitliche Abfolge von Bauplänen ist, sondern ein interaktiver Netzplan, dessen einzelne Teilaktionen von der 4. Dimension der Gesundheit ausgelöst oder beendet werden. Es gibt Schalter an den Genen, die diese aktivieren oder ausschalten, es gibt vermutlich sogar Schalter, die alle anderen aus- oder einschalten und damit das individuelle Leben beginnen oder beenden, das Lebens-Gen und das Todes-Gen.
In dieser 4. Dimension der Gesundheit hat sich der Lebensraum der Zelle flexibel zu verteidigen.
� 150 Jahre alt könnte der Mensch werden. Dies stellten Wissenschaftler fest, als sie menschliche Zellen optimal ernährten.
Nahrung und Ausscheidung müssen hier bewertet und nicht nur getätigt werden: Eine sogenannte gesunde Ernährung kann auch eine entartete Krebszelle oder ein Bakterium sehr gut ernähren. Viren können falsche Baupläne in das Genom einschmuggeln. Eine solche Zelle muss die „Entscheidung“ treffen, sich selbst zu vernichten, wenn sie den Zellverband nicht gefährden soll.
Aber diese Dimension hat kaum mit den materiehaften Bestandteilen der räumlichen Dimensionen zu tun, sondern mit energetischen Eigenschaften des Raumes, mit Feldern, deren Strahlungen und Frequenzen, was auch immer im einzelnen darunter zu verstehen ist.
Die 4. Dimension der Gesundheit ist mit dem naiven Zeitbegriff der alten Physik nicht zu begreifen. Es ist nicht die Dauer des Lebens der Zelle in ihren räumlichen Dimensionen, sondern das energetische Überleben der Baupläne des individuellen Lebens, die energetische Aufrechterhaltung der „Idee“ der Zelle.
Immer wenn ich Vorträge über die Quantentherapie halte und den Zuhörern erzähle, wie alt wir tatsächlich werden könnten, kommen irgendwann ganz unerwartete Einwände von der ethischen Seite. Manche meinen, wenn die Menschen doppelt so lange leben würden, wäre die Katastrophe total. Es sei gar nicht wünschenswert, so lange zu leben. Diese Einwände darf man natürlich nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Natürlich würden die älteren Menschen nicht mit 60 Jahren pensioniert werden, sie wären ja insgesamt jugendlicher und leistungsfähiger. All die degenerativen und chronischen Leiden, die so oft mit dem jetzigen Ruhestandsalter einhergehen, würden ja nicht mehr in diesem Alter auftreten.
Was aber langfristig und übergeordnet viel wichtiger ist: das Sozialgefüge würde dadurch verbessert, weil der Anteil der umfassender erfahrenen und
� 1870 war die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen 37 Jahre, und heute liegen wir etwa um das Doppelte höher. Die Quantenmedizin wird das Lebensalter nochmals verdoppeln.
gebildeten Menschen, die auch noch einen Einfluss auf die Wirtschaft und Politik haben würden, größer wäre.
Denken Sie nur etwas mehr als 100 Jahre zurück: 1870 noch war die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen 37 Jahre, und heute liegen wir etwa um das Doppelte höher. Hätte damals ein Dr. Fischer die Prognose gewagt, die Menschen würden doppelt so alt, dann wären wohl dieselben Bedenken aufgekommen.
Ich gehe davon aus, dass es schon sehr kurzfristig möglich sein wird, das Durchschnittsalter erneut zu verdoppeln, da wir mehr und mehr über die „Idee“, also den Idealzustand der Zelle an Wissen ansammeln. Dadurch sind wir letztlich in der Lage, alle notwendigen Parameter des Zustandes regulativ zu beherrschen, etwa die Zuführung von Vitalstoffen oder den Ausgleich für mangelnde Bewegung durch Anwendung geeignet pulsierender Quantenfelder.
Diese „Idee“ der Zelle können wir heute zwar nicht selbst, aber doch als Energie, genauer gesagt als elektromagnetische Energie, messen. Wir sind in der Geschichte der Menschheit als erste Generation wirklich in der Lage, uns dem individuellen Leben analytisch messtechnisch zu nähern.
Wir können nicht nur eine Leber oder ein Gehirn, eine Blutader oder ein Herz aufgrund der von diesen Organen ausgestrahlten elektromagnetischen Strahlung identifizieren, sondern theoretisch auch den Menschen als Ganzes. Natürlich gibt es im wissenschaftlichen Sinne noch nicht so etwas wie eine eigenständige „Aura-Fotografie“.
Und mit der Nanotechnologie und den Rastertunnelmikroskopen sind wir auf dem Weg dazu, dass wir bald tatsächlich vierdimensional die energetischen Verhältnisse in einem individuellen Lebewesen darstellen können, so wie wir heute schon mit einem Elektrosmog-Handy die elektromagnetische Umweltverschmutzung messen und einkreisen können. Den „genetischen“ Finger
abdruck gibt es bereits, der „elektromagnetische“ Fingerabdruck ist in greifbarer Nähe. Ich will in diesem Buch aber nicht von Zukunftsvisionen sprechen, sondern von dem, was wir heute bereits praktisch tun können, um in die 4. Dimension der Gesundheit einzugreifen. Lange bevor man etwas über die internen Reparaturmechanismen des Körpers wusste, konnten die Ärzte bereits Wunden zur Heilung bringen und gebrochene Knochen wiederherstellen. Und wenn es heute auch noch weitgehend ein Geheimnis ist, wie der Mensch als Ganzes auf der elektromagnetischen Ebene funktioniert, so wissen wir doch über einzelne Teile bereits sehr gut Bescheid und können Heilerfolge erzielen, die an Wunder erinnern, weil sie mit energetischen Kräften erreicht werden, die zwar unsichtbar und materielos sind, die wir aber mit den heutigen Methoden sehr wohl messen und beherrschen können.
Der ärztliche Einsatz materieloser elektromagnetischer Kräfte hat, wie wir sehen werden, uralte Tradition in der Medizingeschichte. Zum medizinischen Top-Thema konnten diese Methoden aber erst aufsteigen, als durch die Methoden der Quantenphysik die zugrunde liegenden Mechanismen genau beschrieben und gemessen werden konnten.
Nur auf dieser High-Tech-Basis war auch die Erfindung medizinischer Geräte möglich, die in der Tat eine Art „Quantensprung“ in der Entwicklung der Heilkunst darstellen.
Der erste Fachausdruck, der dafür im letzten Jahrhundert geprägt wurde, war die „Magnetfeld-Therapie“, später begann man dann mehr und mehr von der „induktiven Magnetstimulation“ zu sprechen. Zusammen mit meinen Forscherkollegen haben wir allein aus dem 20. Jahrhundert über 6.000 wissenschaftliche Veröffentlichungen zu diesem Thema gesammelt und gesichtet.
Im Grunde treffen die bisher benutzten Fachausdrücke den Kern der Sache nicht. Wir haben uns daher für einen neuen Ausdruck entschieden, der die Verbindung Quantenphysik, Therapie und Kybernetik (= Steuerungstechnologie) zum Ausdruck bringen soll, den Begriff der Quantentherapie bzw. Quanten-Medizin.
� Quanten-Therapie = Quantronik - Bionik der Quantensprung in der Heilkunde?
oder:
Der Durchbruch ist geschafft
Der 2. Juli 1992
Ein Tag wie aus den Bilderbüchern, mit denen die Tourismusbranche die bayerische Landeshauptstadt München vermarktet:
Der Föhn, ein Fallwind von den Alpen, der München in eine Stadt mit italienischem Wetter verwandelt, der die Berge zum Greifen nah erscheinen lässt...
Dieser Wind versetzt Millionen von Menschen in Aufregung, die einen in Euphorie, die andern in quälenden Kopfschmerz. Er hatte innerhalb von Stunden die Wolken vom weiß-blauen Himmel gefegt und das Voralpenland in gleißendes Sonnenlicht getaucht.
Ich war nicht das erste Mal bei einer solchen Wetterlage nach München unterwegs. Lange Jahre hatten mich extreme Wetterlagen regelrecht umgeworfen, völlig außer Gefecht gesetzt.
Doch diesmal hatten mir meine Mitarbeiter ein kleines Kästchen voller Elektronik mitgegeben, das mit einem Kissen für die Rücklehne des Fahrersitzes verbunden war und das ich durch Einstecken eines Steckers in den Zigarrettenanzünder des Autos in Betrieb genommen hatte.
„Ein erster Prototyp des Quantron-Mobil-Gerätes“, hatten sie gesagt. „Zur Feier des Tages!“
Wir hatten in der Tat etwas zu feiern an diesem 2. Juli 1992.
Denn mein Ziel in München war das Deutsche Patentamt, und in der Erfindung, die ich anmelden wollte, war das beschrieben, was wir heute die “Quantronik” nennen.

„Die Erfindung betrifft Vorrichtungen zum Transport von Ionen, insbesondere von Protonen, aus intrakorporalen Flüssigkeiten in und durch die sie umgebenden Gefäße und Membranen.“
So heißt es in der Schrift, mit der wir die Erfindung offenlegten:
„Mittels besonders ausgestalteter elektromagnetischer Felder werden in den Gefäßwänden bzw. -membranen Potentiale erzeugt, die den Ionen- bzw. Protonentransport bewirken. Die Vorrichtung ist beispielsweise zum Ionentransport aus dem in einerAder geführten Blut in das umgebende Gewebe einsetzbar.“
Lassen wir es damit genug sein mit dem Patentchinesisch und drücken es allgemeinverständlich aus: Die Quantronik besteht darin, kleinste Energieformen, nämlich Magnetquanten, in der richtigen Dosierung zielgenau in den Körper zu positionieren und dadurch vorausberechnete günstige Wirkungen im Organismus auszulösen.
Als ich damals bei der ersten Anmeldung vor dem Deutschen Museum parkte, um gutgelaunt - und erstmals bei Föhnwetter ohne Kopfschmerzen - über die Isarbrücke zum Patentamt zu gehen, wußte ich auch, dass unsere Erfindung nach 20 Jahren Forschung reif war, an die Öffentlichkeit zu gehen. Eines Tages wird der damalige Prototyp des Quantenresonanzsystems (QRS) aus meinem Auto vielleicht sogar in diesem weltgrößten Technikmuseum ausgestellt werden.
Hat diese Patentanmeldung doch heute nach über 10 Jahren weltweit Furore gemacht. Viele Autoren haben aus der ersten Auflage dieses Buches zitiert, angesehene Hochschulen und Institutionen haben das System getestet und dokumentiert, im Internet gibt es Foren dazu von Australien über Indonesien bis Amerika, und inzwischen bestehen QRS-Schutzrechte in den Ländern Albanien, Algerien, Arab. Emirate, Argentinien, Armenienen, Aserbeidschan, Australien, Belgien, Bosnien, Brasilien, Bulgarien, Chile, China, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Georgien, Griechenland, Großbritannien, Indien, Indonesien, Irland, Israel, Italien, Japan, Jugoslawien, Kanada, Kasachstan, Kirgistan, Korea, Dominikanische Republik, Kroatien, Kuba, Kuwait, Liberia, Libyen, Liechtenstein, Luxemburg, Marokko, Mazedonien, Mexiko, Moldawien, Monaco, Mongolei, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Polen, Rumänien, Russland, Saudi-Arabien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Südafrika, Sudan, Syrien, Tatschikistan, Taiwan, Tschechien, Tunesien, Türkei, Ukraine, Ungarn, USA, Usbekistan, Vietnam, Weißrussland.
Und immer geht es nur um eines: Um die Therapie ohne Chemie, die Medizin des 3. Jahrtausends.
� Komplexe Patente können heute nur noch interdisziplinär wissenschaftlich erarbeitet werden.
Kapitel 1
MIT DER KRANKHEIT
KONFRONTIERT
Kapitel 1
Mit der Krankheit konfrontiert
Ich bin in einem wirklich schönen Landstrich, im deutsch-schweizerischen Grenzgebiet, geboren, allerdings zu einem Zeitpunkt, den ich mir selbst nicht herausgesucht hätte, befand sich mein Heimatland Deutschland doch kurz vor Ende des 2. Weltkrieges in der aussichtslosesten Lage seiner Geschichte.
Wie der große englische Historiker Arnold Toynbee feststellte, nachdem er ein Forscherleben lang den Aufstieg und Fall aller bisherigen Hochkulturen der Menschheit untersucht hatte, entstehen die ganz großen Kulturen ganz gewiss nicht dort, wo es bequem ist, und ebenso wenig zu einer Zeit, in der es gemütlich ist. Sie wachsen vielmehr durch große Herausforderungen historischer, klimatischer oder materieller Art.
An historischen Herausforderungen hatten wir als Kinder der deutschen Nachkriegsgeneration wahrlich keinen Mangel – wir empfanden sie allerdings weniger als historisch, denn als persönlich. Auch wenn es überwiegend unsere Eltern waren, die den Wiederaufbau des Landes bewerkstelligten, erfuhren wir doch am eigenen Leib, was es heißt, unter schwierigsten materiellen Bedingungen neue Strukturen zu schaffen, die zu dem führten, was dann später nur mehr „das Wirtschaftswunder“ genannt werden sollte.
Es war kein Wunder.
� Therapie ohne Chemie, die Medizin des 3. Jahrtausends
Planung, Zähigkeit, Ausdauer und Fleiß waren Tugenden, die bereits der Kriegsgeneration Deutschlands geläufig waren, Tugenden, die aber zwiespältig sind.
Es ist auch aus heutiger Sicht immer noch erstaunlich, wie diese Tugenden so unterschiedliche Systeme wie das nationalsozialistische Deutschland, das sozialistische Deutschland und die liberale Bundesrepublik innerhalb einer einzigen Generation fördern konnten.
„Nie wieder Hunger, nie wieder Frieren, nie wieder Krieg“, das war in allen Köpfen und prägte sich mir als erster Lebensvorsatz während meiner Kindheit ein.
Der Prophet der neuen Zeit war ein kleiner dicker Professor, der den Menschen die Vision des Wohlstandes geradezu körperlich vorlebte: Ludwig Erhard, der Deutschlands Nachkriegsgeschichte mindestens ebenso prägte wie Kanzler Adenauer. Das Volk verstand ihn vielleicht nicht in seinen Theorien über die Vorteile der freien Marktwirtschaft. Aber in seiner beliebten Erscheinung, mit seiner Unternehmerzigarre und seiner dennoch bescheidenen Art kam er im Zeitalter des aufkommenden Fernsehens gut an: Dieser Mann hatte keinen Hunger mehr, diesem Mann ging es gut, und so wollten es wirklich alle damals.
Freilich zeigte gerade die frühe Marktwirtschaft meiner Jugend auch ihre Schattenseiten: Die neue Freiheit nutzten manche schamlos aus, um ihre Erfolge auf Kosten anderer zu erzielen, die auf der Strecke blieben. Partnerschaftliches Verhältnis, Teamwork und Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmensgewinn waren damals noch Utopien, die sich aber schon früh in meinem Leben als Ideen und Prinzipien bei mir festsetzten. Ich war schon sehr früh fest entschlossen, ein erfolgreicher Unternehmer zu werden und habe es nie bereut, mich von Anfang an nach ethischen Prinzipien zu richten, auch wenn dies die Gesetze nicht zwingend forderten.
� Planung, Zähigkeit, Ausdauer und Fleiß waren Tugenden, die bereits der Kriegsgeneration Deutschlands geläufig waren, Tugenden, die aber zwiespältig sind.
Mein Interesse galt vor allem der Technik, besonders dem Maschinenbau. Die Logik, mit der bei einer funktionierenden Maschine die einzelnen Teile, voneinander abhängig, ineinandergreifen, faszinierte mich.
Schon als Schüler begriff ich, daß Sparsamkeit und Genügsamkeit für den Erfolg unabdingbar sind. Als Junge verzichtete ich auf viele Vergnügungen, die sich meine Kameraden leisteten, und sparte mein Taschengeld.
Nach meiner Lehr- und Studienzeit trat ich eine Stelle in einer Maschinenfabrik an. Nach wenigen Jahren hatte ich genügend Wissen erworben und ausreichende Mittel erspart, um den Grundstein für ein eigenes Unternehmen zu legen. Der Erfolg kam schnell und ohne nennenswerte Probleme, alles ging steil aufwärts.
In den folgenden Jahren gründete und kaufte ich weitere Firmen. Was ich anfasste, wurde buchstäblich zum Erfolg, der freilich seinen Preis hatte: Weil alles so schnell wuchs, gab es kaum Zeit, darüber nachzudenken, wie ich meinen persönlichen Arbeitseinsatz auf mehrere Schultern verteilen könnte. Schließlich war ich noch sehr jung und fühlte mich körperlich und geistig in der Lage, auch einen noch größeren Apparat zu managen.
So geriet ich beinahe zwangsläufig an die Grenzen meiner physischen und psychischen Einsatzmöglichkeit. Mit 35 Jahren stellten sich immer häufiger starke Magen- und Kopfschmerzen als tägliche Begleiter meines Arbeitstages ein.
Ärzte, die ich konsultierte, rieten mir zu einer langsameren Gangart. Das konnte und wollte ich nicht realisieren, da sonst das Gebäude, das ich im Begriff war zu errichten, zusammengefallen wäre. Die Medikamente, die man mir verschrieb, halfen zwar vorübergehend, jedoch brauchte ich immer höhere Dosen, um Linderung zu verspüren. Durch meine Frau, von Beruf Apothekerin, hatte ich fast unbegrenzten Zugang zu diesen Medikamenten. Ohne mir dessen wirklich bewusst zu sein, war ich davon süchtig geworden.
� Opfer der Managerkrankheit
Durch meine zahlreichen Geschäftsreisen mit dem Auto kamen jetzt auch noch rheumatische Beschwerden im linken Schulterbereich hinzu, der ja dem häufig geöffneten linken Fenster ausgesetzt ist. Ich hetzte von einem Facharzt zum andern und bekam doch immer nur neue Medikamente. Manche dienten nur dazu, die Nebenwirkungen anderer Pillen und Spritzen zu unterdrücken.
Meine Frau, die meinen Zustand mit Besorgnis beobachtete, riet mir, meinen Ehrgeiz zu drosseln und bestimmte Arbeiten zu delegieren. Ich hörte nicht auf sie und glaubte, alle Fäden selbst in der Hand halten zu müssen. Entfremdung setzte zwischen uns ein. Schließlich stellte sie mir das Ultimatum, mich für meine Ehe oder für meinen Ehrgeiz zu entscheiden. Ich begriff ihre Sorge nicht, hielt sie für eine Egoistin.
Als sie mich verließ, brach ich physisch und psychisch zusammen. Die Fäden der Unternehmensführung glitten mir aus der Hand. Nach meiner Entlassung aus dem Krankenhaus mußte ich feststellen, daß ich nicht mehr in der Lage war, das Gebäude, das ich aufbauen wollte, zu vollenden.
Dem Verkauf meiner Betriebe folgten tiefe Depressionen, regelmäßig begleitet von heftigen Migräneanfällen. Ich kapselte mich ab, zog mich zurück auf unser Landhaus in den österreichischen Bergen, das ich früher zu nutzen kaum Zeit gefunden hatte. In dem angenehmen Klima begann ich zu malen und intensiv zu lesen, um langsam zu einer Selbstanalyse meiner körperlichen und geistigen Situation zu kommen.
Damals stieß ich auf den Begriff „Biomagnetismus.“
Kapitel 2
Kapitel 2
Biomagnetismus, animalischer oder tierischer Magnetismus, darunter versteht man Phänomene magnetisch bedingter oder von Magneteinsatz begleiteter Heilerfolge, die im Laufe einer Jahrtausende alten Entwicklung immer wieder auftauchten. Auch wenn die Beschreibungen dieser oft an Wunder grenzenden Erfolge wissenschaftlichen Anforderungen bezüglich Methodik und Reproduzierbarkeit der Ergebnisse keineswegs genügen, kann man sie deswegen nicht rundherum als Humbug und Scharlatanerie abtun.
Nur weil die Wissenschaft bestimmte Phänomene bis zum heutigen Tag nicht erklären kann, heißt es noch lange nicht, daß diese grundsätzlich nicht erklärbar sind. Es ist auch bis heute nicht erklärbar, warum und wie Insulin genau wirkt! Ca. 80% aller Pharmaprodukte können keinen Nachweis über ihre Wirkungen bringen.
Wer heilt, hat recht, und dass mit biomagnetischen Methoden Heilerfolge erzielt worden sind, ist kaum zu bestreiten. Es mag durchaus sein, dass letztlich vielleicht sogar alle Erfolge des Biomagnetismus Mechanismen zuzusprechen sind, die wir traditionellerweise unter den Namen „Placeboeffekt“, „Autosuggestion“ oder „Hypnose“ in den Handbüchern nachlesen können. Tatsache ist aber, dass wir von realen Wirkungen sprechen, die nicht zu leugnen sind, und Aufgabe der Wissenschaft müsste es eigentlich sein, nachvollziehbar zu machen, welcher physikalischen und chemischen Prozesse sich die Psyche bedient, um diese Wirkungen zu erreichen. Stattdessen ziehen sich viele Naturwissenschaftler und Mediziner zurück und sagen: „Was wir nicht erklären können, können wir auch nicht anwenden“. Selten gibt es ernstzu
nehmende Wissenschaftler, die sich hier nicht beirren lassen und trotzdem weiter nach einer exakten Erklärung solcher Phänomene suchen.
Die Quantentherapie, von deren Entwicklung in diesem Buch berichtet wird, bedient sich allgemein anerkannter naturwissenschaftlicher Methoden, die an renommierten Universitäten und Instituten ihren Platz haben und über je-den Zweifel erhaben sind. Die Quantronik hätte aber nie ihre heutige Entwicklung genommen, wenn ich nicht zufällig durch frappierende Erfolge biomagnetischer Methoden mit der Magnetfeld-Therapie Bekanntschaft gemacht hätte. Nur weil daraus die Frage erwuchs: „Wie kann man die Wirkungen noch verbessern, welche Mechanismen kann man isolieren, analysieren, erklären und in Technologie umsetzen?“, konnte die Quantronik mehr werden als ein Gegenstand universitärer Elfenbeinturmdiskussionen.
Viele Wege führen nach Rom, und wenn ich hier meine eigenen Umwege auf dem Weg zur wissenschaftlich abgesicherten Heilmethode schildere, dann dient dies nicht nur der Chronistenpflicht. Viele Leser sind vielleicht selbst seit Jahren auf der Suche nach einem alternativen Weg. Sie werden ähnliche Erfahrungen wie ich gemacht haben, Enttäuschungen und kurzfristige Erfolge ohne Dauer erlebt haben. Mit diesen Kapiteln soll ihnen gezeigt werden, dass auch ein solcher Weg nicht im Misserfolg enden muss. Es kommt nur darauf an, dass man unermüdlich und beharrlich in die richtige Richtung weitergeht. Und das Ziel, fort von der Chemie und hin zur Physik ist der richtige Weg, es ist der Weg der Lebenswissenschaft, der Biologie!
Zunächst wollen wir aber einmal die oft verschwommenen Begriffe enger fassen. Es geschieht vielfach, dass sogar die im Neuen Testament aufgeführten Wunder Jesu durch Handauflegung als Biomagnetismus bezeichnet werden. Sicher will in der heutigen aufgeklärten Zeit wohl niemand behaupten, dass es unstatthaft sei, die biblischen Berichte aus der heutigen Sicht mit wissenschaftlichen Mitteln zu hinterfragen; selbst Theologiestudenten lernen dies in den ersten Semestern. Mir ist allerdings keine einzige Studie bekannt, der es gelingt, aus den überaus knapp gehaltenen Wunderschilde
� Der Weg weg von der Chemie und hin zur Physik ist der Weg der Biologie!
rungen in den Evangelien plausible und nachvollziehbare Zusammenhänge mit irgendeiner konkreten Magnetanwendung herzustellen. Vielleicht werden die aus der Zeit Jesu stammenden sogenannten Qumran-Schriftrollen vom Toten Meer eines Tages tatsächlich rationale Erklärungen der Wunder Jesu zulassen. Es wird jedoch wahrscheinlich noch Jahrzehnte dauern, bis diese kostbaren historischen Zeugnisse nicht nur Historikern, Sprachwissenschaft-lern und Theologen zugänglich sind, und eine naturwissenschaftliche Auseinandersetzung damit stattfinden kann.
Wenngleich aus dem frühen und klassischen Altertum, von den altbabylonischen Heilkundigen über die altägyptischen Pharaonenärzte, die Magnetsalben herstellten, bis hin zu Thales von Milet und Aristoteles, Zeugnisse existieren, die auf Ansätze von Magnet-Heilverfahren hindeuten, gilt dafür doch dasselbe wie für die biblischen Wunderberichte. Der Umfang und die Substanz der Überlieferungen reichen für eine Beurteilung dieser Verfahren bei weitem nicht aus.
Etwas konkreter wird es in der römischen Welt. Hier behandelten Cajus Plinius Secundus und Pedanius Dioscurides folgende Krankheiten mit Magnetsteinen: Augenkrankheiten Brandschäden Urinierbeschwerden Profluvien der Frauen (Ausflusserscheinungen) Blutspeien Gebärmutterblutungen innere Geschwulstkrankheiten
� Antike Magnet-Therapien, eingesetzt bei Augenleiden, Brandschäden, innerer Geschwulstheilung und vielem mehr
Der Arzt und Philosoph Avicenna (980–1037), jener Abu ibn Sina, der heutzutage durch Noah Gordons großartigen Roman-Welterfolg „Der Medicus” bekannt geworden ist, erklärte als erster den Magnetismus für eine spezielle Kraft und behandelte damit Leberkrankheiten.
Halifa aus Aleppo riet 1256, abgebrochene Aderlasslanzetten mit Magneten aus der Wunde zu ziehen, und im gleichen Jahrhundert heilte Serapon vergiftete Wunden mit pulverisiertem Magnetstein.
(Serapons Therapie hat übrigens in der allermodernsten Krebstherapie eine zeitgemäße Nachfolge: Dabei wird einem Tumor ferromagnetische Flüssigkeit zugeführt und dieser anschließend durch Induktion zerstört.) Aus dem abendländischen Mittelalter gibt es nur wenige Berichte über die medizinische Anwendung des Magneten. Wir hören lediglich, dass Amulette aus Magnetit mit glückbringenden Gravierungen weit verbreitet waren. Erst in der beginnenden Neuzeit bedienten sich die Ärzte vermehrt des Magnetismus, vor allem natürlich die überragende Gestalt der damaligen Zeit, Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus. Einige wichtige Zitate von ihm:
„Der Magnet äußert seine Anziehungskraft zu allen martialischen Krankheiten des ganzen Körpers, und martialisch heißen sie, eben weil sie vom Magnet wie Stahl und Eisen angezogen werden. Dahin gehören alle Flüsse der Frauen, alle Krankheiten, die sich von ihrem Zentrum im Zirkel dilatieren
(d.h. kreisförmig ausbreiten, d.V.), alle Flüsse, die von ihren Wurzeln in die Äste zu laufen gewohnt sind ...“
„... Der Magnet hat die Kraft, die Krankheiten in ihrem Zentrum zu fixieren, deswegen muss man ihn auch auf das Zentrum legen, von dem die Krankheit ausgeht, so bei den Profluvien (d.h. Ausflusserscheinungen, d.V.) der Frauen, bei Durchfällen und den Krankheiten, die sich über die Grenze ihres Zentrums im ganzen Leibe ausbreiten wollen. Dadurch bleiben die Exkremente, die Superfluitates, an ihrer Stelle, von der sie dann durch ihr natürli
� Dr. Avicenna (980–1037), Halifa (1256): der „Medicus“ als Magnet-Heiler
ches Emunktorium (d.h. Ausscheidung, d.V.) mit Hilfe angemessener Arznei-en nach rechter Digestion (d.h. Verdauung, d.V.) leicht wegzubringen sind...” „...Der Magnet zieht den Bruch ein und heilt alle Rupturen (d.h. Risse, Brüche) wunderbar bei Jung und Alt. Er heilt unter Mitwirkung passender Arzneien die Gelbsucht und die Wassersucht...”

Paracelsus 1493/94–1541
Seine Berichte sind schon um ein vielfaches konkreter als die früheren Quellen. Erstaunlich ist, wie Paracelsus mit den damaligen primitiven und schwachen Magnetfeldern bereits auf ein umfangreiches Indikationsspektrum hin
� Moderne Magnet-Indikationen wie Bruchheilung
weisen konnte, das teilweise, wie wir an späterer Stelle sehen werden, noch in der heutigen Magnetfeld-Therapie gilt.
Dennoch sind wir mit Paracelsus wohl eher noch im Bereich der Alchemie, noch nicht einmal bei der chemischen Therapie, geschweige denn bei elektrophysikalischen Therapiemodellen.
Die ersten wissenschaftlichen Untersuchungsberichte von Zeitgenossen über einen Magnet-Heiler stammen aus dem 18. Jahrhundert und berichten über einen deutschen Arzt namens Franz Anton Mesmer, der aus zweierlei Gründen als echter Urvater der Magnet-Therapie gelten kann.

Franz Anton Mesmer (1734–1815)
� Franz Anton Mesmer (1734–1815), Urvater der Magnet-Therapie
Erstens kam er von einem ernsthaften, „modernen“ Medizinstudium her zu seiner Magnet-Heilmethode.
Zweitens haben unabhängige wissenschaftliche Untersuchungskommissionen in seinem Fall erstmals genau dokumentiert, worin eigentlich seine Methode bestand und welche Erfolge er nachweisen konnte.
Allerdings liest sich die Lebensgeschichte dieser schillernden Persönlichkeit einigermaßen abenteuerlich:
Franz Anton Mesmer wurde am 23. Mai 1734 in Iznang bei Radolfzell am Bodensee geboren. Sein Medizinstudium absolvierte er an der damals weltberühmten Wiener Medizinischen Schule, wo sich Orient und Okzident am Hofe der Kaiserin Maria Theresia begegneten und ihre beiden Leibärzte Gerard van Swieten und Anton de Haen als Professoren lehrten. Mesmer absolvierte sein Medizinstudium bravourös und mit Auszeichnung, eröffnete eine Praxis in Wien und begann eigenständig zu forschen, und zwar mit Magneten.
Anfänglich applizierte er Magnete auf die Körper seiner Patienten.
Bald jedoch glaubte er, dass allein schon seine Hände die gleiche Wirkung erzielen konnten.
Aus diesem Grund nimmt auch die moderne Hypnoseforschung Mesmer als Urahnen für sich in Anspruch. Die späteren Untersuchungsberichte weisen aber darauf hin, dass magnetische Stoffe doch eine nicht unwesentliche Rolle bei seinen Methoden spielten.
Als sich freilich das Gerücht ausbreitete, dass Mesmer Wunderheilungen mit seinen Händen durch „tierischen Magnetismus“ vollbringe, wurde seine Praxis bald von Patienten überlaufen. Kein Wunder, dass ihm dies den Neid und Hass seiner Kollegen eintrug.
� Mesmerismus: Magnetismus oder Hypnose? Mesmer wird auch Vater der Hypnose genannt.
Der Anfang des achtzehnten Jahrhunderts war der Beginn der modernen Wissenschaft, und in dieser Zeit war kein Platz für unerklärbare Heilerfolge. Die Feindschaft seiner Ärztekollegen wuchs schließlich so stark, dass er nach einigen offensichtlichen Misserfolgen Wien verlassen musste und ins liberalere Paris flüchtete.
Zeitpunkt und Ort waren gut gewählt, da eines der Hauptthemen in der französischen Metropole Wunderheilungen waren, die sich auf dem Friedhof Saint-Médard am Grabe eines Diakons namens Paris ereigneten.

Mesmersche Kollektivbehandlung in seiner Pariser Salon-Praxis nach einem zeitgenössischen Kupferstich. Der erfolgreiche deutsche Arzt wurde von seinen französischen Kollegen heftig angefeindet und schließlich vertrieben.
Im Haus Nummer 16 an der Place Vendôme eröffnete Mesmer 1778 seine Praxis. Der Zulauf aus den Kreisen der Gesellschaft und des Hochadels wurde bald so stark, dass Mesmer mit Kollektivbehandlungen begann. Er ließ ein riesiges Eichenfass aufstellen, das mit Wasser gefüllt wurde und in dem sich zerstoßenes Glas und Feilspäne befanden. Aus dem Fass ragten lange Eisenstangen heraus, die den erkrankten Körperteil der Patienten berührten. Gleichzeitig mußten diese sich an den Händen halten, um eine Magnetkette
� Mesmer’sches Eichenfass in seiner überfüllten Arztpraxis 1778 in Paris
zu bilden. Wegen des großen Zulaufes mußte er bald noch drei weitere Eichenkübel aufstellen. Diese Therapie wurde zu einem mondänen Ereignis, so dass sich die Spitzen der Pariser Gesellschaft dort trafen. Mesmer gründete nun auch Filialen in Lyon, Straßburg und Bordeaux.
Sein unbeschreiblicher Erfolg wurde eine derartige Provokation für die etablierte Ärzteschaft, dass diese ihn vor der medizinischen Akademie „der Behandlung mit unwissenschaftlichen Methoden“ anklagte. Er erhielt Berufsverbot und zog sich, da selbst seine einflussreichen Patienten diese Verurteilung nicht rückgängig machen konnten, verbittert nach Meersburg am Bodensee zurück, wo er 1815 starb. Die Duplizität der Ereignisse: Ich begann mit meinen Forschungen 1979 in der Hofapotheke in Meersburg, meinem damaligen Wohnsitz, da meine Frau als Apothekerin dort tätig war.
Dennoch wurden Mesmers Anregungen zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Deutschland wieder aufgegriffen und zahlreiche Mesmerische Experimente durchgeführt. Auch große Zeitgenossen erkannten ihn an.
So schrieb zum Beispiel Prof. Dr. Christoph Wilhelm Hufeland (1762–1836), der Leibarzt von Schiller, Goethe und König Friedrich Wilhelm III., in seinem Werk ““Makrobiotik oder die Kunst, das menschliche Leben zu verlängern“, das heute noch ein Grundpfeiler der Naturheilkunde ist:
„Die Lebenskraft ist die feinste, durchdringendste, unsichtbarste Tätigkeit der Natur, die wir bis jetzt kennen. Wenngleich sie alles durchdringt, so gibt es doch gewisse Modifikationen der Materie, zu denen sie eine größere Verwandtschaft zu haben scheint als andere. Sie verbindet sich aber inniger und in größerer Menge mit ihnen und wird ihnen gleichsam eigen.” Diese Modifikation der Materie nennen wir die organische Verbindung und Struktur der Bestandteile, und die Körper, die sie besitzen, organische Körper, Pflanzen und Tiere.
Diese organische Struktur scheint in einer gewissen Lage und Mischung der feinsten Teilchen zu bestehen, und wir stoßen hier auf eine merkwürdige Ähnlichkeit der Lebenskraft mit der magnetischen Kraft, indem auch diese durch einen Schlag, der in gewisser Richtung auf ein Stück Eisen geführt wird und die innere Lage der feinsten Bestandteile ändert, sogleich erweckt und durch eine entgegengesetzte Erschütterung wieder aufgehoben werden kann.
Gerade wegen dieser Erkenntnis setzte sich Hufeland für Mesmer ein, nachdem dieser sich vom eher wie Hypnose anmutenden „animalischen Magnetismus” wieder der Behandlung mit natürlichen Magneten zugewandt hatte.
Hufeland: „Es ist eine Bemerkung, die der deutschen Nation zur Ehre gereicht, dass sobald der Magnetismus anfing Scharlatanerie zu werden, er sich nicht länger auf deutschem Boden erhalten konnte, sobald er aber wieder nach Deutschland kam, er sehr bald ein solideres und philosophischeres Ansehen erhielt.”
Auch der Philosoph Arthur Schopenhauer (1788–1860) hat sich mit der Mesmerischen Lehre beschäftigt. Er befand in der für ihn typischen Kürze:
„Wer den Magnetismus leugnet,
ist nicht ungläubig,
sondern unwissend zu nennen.”
Obwohl Mesmer der Heilkunde neue Impulse gab, brachte er gleichzeitig den Magnetismus in Misskredit. Hätte er seine Behandlungsmethode mit magnetischen Eisenstäben vorangetrieben, wäre die Wissenschaft sicherlich bereit gewesen, genauere Untersuchungen vorzunehmen. Da er sich eine Zeit lang aber persönlich als Träger der Magnetkraft und Magnetiseur sah, wurde
die Glaubwürdigkeit seiner Lehre stark gemindert. So gleicht Mesmers Schicksal demjenigen vieler Ärzte aus unserer Zeit, die bei einer soliden Grundausbildung mit guten Gründen vom ausgetretenen Pfad der Schulmedizin abweichen und mit neuen oder ungewöhnlichen Methoden spektakulär erfolgreich sind: Am Ende werden sie zu einer neuen Gattung der “Halbgötter in Weiß“, überschätzen die eigene Leistung, werden Sklaven des Spektakulären und der Medien und kommen letztlich zu Fall, ohne einen wirklichen Fortschritt bewirkt zu haben.
Sie werden von der Presse hochgejubelt, beschäftigen den Klatsch in Frisiersalons und Frauenzeitschriften und landen, wie Mesmer, der das Zeug zu weit mehr gehabt hätte, auf dem Scherbenhaufen der Geschichte, im Kuriosum.
So löste Mesmer mit seinen unumstrittenen Erfolgen eine Welle der Begeisterung aus, derer sich Kurpfuscher, Betrüger und Scharlatane nach Belieben bedienen konnten.
Die Bilder gleichen sich hier quer durch die Jahrhunderte. Wie heute dubiose Heilmattenverkäufer ohne jegliches Basiswissen an die spektakulären Erfolge der seriösen Magnetfeld-Therapie anknüpfen wollen, trieben noch im ausklingenden achtzehnten Jahrhundert, ja sogar noch in unserem Jahrhundert „Biomagnetiseure“ ihr zweifelhaftes Unwesen.
Ich selbst sollte noch mehr Scharlatane, Wunderheiler und Trittbrettfahrer kennenlernen...
� Scharlatane und Wunderheiler zogen schon damals die großen Erfolge Mesmers in den Sumpf.
Kapitel 3
Kapitel 3
Wenn man sich intensiv mit Medizin und Krankheitsbildern beschäftigt, wie ich es während meiner gesundheitsbedingten Zwangspause tagtäglich tat, kann es sein, dass man mehr und mehr in sich hineinhorcht und nach und nach die Symptome, von denen man liest, an sich selbst wahrnimmt. Ich hoffe, dass mein Buch nicht in diesem Sinne „ansteckend“ auf meine Leser wirkt.
In meiner damaligen Situation freilich machte mich das andauernde Lesen über Krankheiten noch kränker. Zu meinem rheumatischen Dauerleiden, meinen Magenbeschwerden und meiner Migräne gesellten sich immer weitere Beschwerden. Dass dies wohl ein psychosomatischer Effekt war, war mir durchaus bewusst. „Wer ständig Kochbücher liest, hat dauernd Hunger, wer ständig Reisekataloge wälzt, hat keine Lust mehr an der Arbeit, und wer ständig medizinische Bücher liest, wird Hypochonder“, sagte ich mir eines Tages. Es war höchste Zeit, dass ich selbst etwas unternahm. Aus einigen meiner früheren Patente hatte ich Einnahmen aus Japan zu erwarten, und so musste ich ohnehin eine Fernostreise unternehmen und mein Refugium in den Bergen verlassen und die nächste Maschine nach Tokio besteigen, um zu sehen, was die Japaner außer Unterhaltungselektronik noch zu bieten hatten.
Vor allem interessierten mich Magnet-Heilverfahren mit Hals- und Armbändern oder Magnetpflastern, über die ich viel gelesen hatte, und die, wie es mir schien, einen Ansatz zeigten, die alte chinesische Tradition der Akupunktur in einen neuen Zusammenhang zu stellen. Natürlich hatte ich selbst bereits diverse „Akupunkteure“ in Deutschland, Österreich und der Schweiz aufge
sucht, für einige sogar viel Geld ausgegeben; ein echter Erfolg hatte sich bei mir aber nicht eingestellt.
Die Wirkung der Akupunkturnadel zeigte sich zwar einmal im akuten Migräneanfall, hielt aber nur knapp 1 Stunde an. Ich werde nie die 2 Stunden in dem berstend vollen Wartezimmer eines prominenten Akupunkteurs vergessen, die ich mit quälendem Kopfschmerz in der Hoffnung auf eine Erlösung durch diese Methode verbracht hatte. Ein Therapieverfahren, das im akuten Anfall der Hilfe eines Spezialisten bedarf, der nicht sofort verfügbar ist, konnte keine sinnvolle Lösung sein, zumindest nicht für Menschen wie mich, die wieder am Erwerbsleben teilnehmen wollten.
Allerdings hatte ich trotzdem einen gewissen Respekt vor der Akupunktur gewonnen, hatte sie doch zumindest kurzfristig nur durch einen simplen Einstich dasselbe bewirkt wie die schweren Pharmaka, mit denen ich früher das eine Leiden ausgetrieben und mir das andere geholt hatte.
Ein an der richtigen Stelle angebrachter Magnet aber, so dachte ich schon damals bei der Lektüre der Berichte über die japanischen Magnetverfahren, ist, aufgrund seiner alle Materie durchdringenden Tiefenwirkung, vielleicht
noch fähiger als eine nur in der Haut angebrachte Nadel, therapeutische Wirkungen auf den Körper auszuüben, insbesondere anästhetischer, also schmerzlindernder Art. Und genau bei der Bekämpfung des Schmerzes ist unsere westliche Medizin so jämmerlich überfordert, vor allem bei Rheuma und Migräne. Also auf nach Fernost!
Magnetische Halsbänder haben in Japan schon lange Tradition. Sie enthalten 8–12 Magnete aus seltenen Erden, die länglich um den Hals angeordnet werden. Jeder dieser Magnete hat eine Feldstärke von 1300 Gauß. Die Magnete sind knapp 1,3 cm lang, zylindrisch geformt und haben einen Durchmesser von etwa 3 mm.
� Spezialistenabhängigkeit der Akupunktur
Da es in Europa - insbesondere bei Männern, die im Geschäftsleben stehen relativ unüblich ist, dass sie Halsbänder statt Krawatten tragen, erwarb ich zwar zu Testzwecken alle gängigen Modelle - ebenso die käuflichen Magnetarmbänder -, entschied mich aber persönlich dann doch für Magnetpflaster, also kleine Klebemagneten, die man an bestimmten Punkten am Körper anbringt, ohne dass sie in der Regel jemand sieht.
Diese übrigens jetzt auch in Europa erhältlichen Magnete sind einzeln anwendbar. Bei dem Standardmodell, das 5 mm Durchmesser und 2,5 mm Dicke hat, haftet der Magnet auf einem runden Pflaster. Daher kann man ihn ganz genau auf einer empfindlichen, schmerzenden oder erkrankten Stelle anbringen. Manche Hersteller empfehlen auch die Anbringung an bestimmten Punkten außerhalb des Schmerzzentrums, die den aus der Akupunktur bekannten Punkten ähnlich sind.
Nachdem ich erfahren hatte, dass die größte Erfolgsquote und schnellste Wirkung mit Magnetpflastern erreicht wurde, besorgte ich mir einige davon, ließ mich von den sehr aufgeschlossenen und hilfsbereiten japanischen Fachleuten mit Material und Hinweisen über die Handhabung ausstatten und flog zurück nach Europa.
Seit einiger Zeit litt ich wieder sehr stark unter rheumatischen Schmerzen in der linken Schulter. Mein behandelnder Arzt und Freund hatte schon seit längerer Zeit alles unternommen, um eventuelle Streuherde, Eiterherde an den Mandeln, an den Zähnen, im Kiefer oder der Stirnhöhle zu entdecken, die eine Ursache für meine Beschwerden darstellen könnten.
Aber weder er noch der Zahnarzt, auch nicht der Hals-, Nasen- und Ohrenarzt hatten derartige Herde gefunden. Mein Hausarzt applizierte nun nach der Anleitung mehrere dieser Magnetpflaster auf die schmerzhaften Stellen. Doch blieb die Therapie trotz meiner hohen Erwartungen auch nach mehreren Wochen ohne jeden Erfolg.
� Magnetpflaster aus Japan
Auch die angebliche Wirkung bei Magenbeschwerden trat nicht ein.Wieder glaubte ich, eine Hoffnung begraben zu müssen, als wir es mit einer Magnetpflaster-Anwendung gegen meine Migräneanfälle versuchten. Der Effekt war verblüffend. Schon nach wenigen Tagen besserte sich meine starke Wetterfühligkeit. Die Pflaster wurden folgendermaßen angebracht:

Bisher konnte ich jeden Föhnbeginn, Schneefall oder abrupte Wetteränderungen vorausspüren. Schlaffheit, Unlust und heftige Kopfschmerzen, die oft zu völliger Arbeitsunfähigkeit führten, zeigten mir das bevorstehende meteorologische Geschehen an. Nachdem der Arzt mir ein Magnetpflaster über der linken Augenbraue, der Schmerzseite, angebracht hatte sowie ein weiteres Pflaster hinter dem Handwurzelgelenk und ein drittes zwischen Daumen und Zeigefinger, verschwand meine Wetterfühligkeit innerhalb weniger Tage.
Ich konnte mir dessen sicher sein, weil gerade in der damaligen Frühjahrszeit zahlreiche Wettereinbrüche stattfanden. Ich überstand beschwerdefrei mehrere Föhneinbrüche sowie unerwartete Neuschneefälle.
� Magnetpflaster-Anwendung bei Migräne
Meine Magenbeschwerden, die ja vor allem auf die Einnahme von Schmerzmitteln gegen die Migräne verursacht waren, wurden zwar nicht unmittelbar durch die Magnetpflaster geheilt. Da ich die Schmerzmittel aber nicht mehr brauchte, besserte sich dieses Leiden nach und nach von selbst, wenngleich die durch die chemischen Mittel hevorgerufenen Schäden mich noch lange Zeit plagen sollten.
Insgesamt aber gewann ich neue Dynamik und Lebensfreude, denn das schlimmste Leiden ist immer das, welches den Kopf betrifft. Der Mensch kann mit schlimmen Schmerzen leben und arbeiten, sogar große Leistungen vollbringen. Wenn aber das zentrale Nervensystem versagt und der Kopf als Motor all unserer Aktivitäten gelähmt wird, ist der Mensch nichts als ein Häufchen Elend und kann nichts Vernünftiges bewirken.
Die Beseitigung meiner Wetterfühligkeit durch Magnetpflaster erwies sich letztlich aber als nur vorübergehender Erfolg.
Nach einigen Monaten kehrte die Migräne zurück, vermutlich, weil mein Körper an den stets gleichförmigen Reiz gewöhnt war und nicht mehr so reagierte wie am Anfang. Ich war jedoch von da an felsenfest von der Richtigkeit des Prinzips der Magnetfeld-Therapie überzeugt.
Vielleicht musste man Wege finden, um die Gewöhnungsfähigkeit des Körpers an den therapeutischen Reiz zu überlisten! Aber ich war wenigstens vorübergehend und ohne jegliche Nebenwirkungen meine Schmerzen losgeworden!
Nichts ist überzeugender als die Erfahrung am eigenen Leib, insbesondere, wenn sie positiv ist. Vielleicht müsste ich heute noch im Gebirge vor dem nächsten Wetterumsturz zittern und zwischendurch expressionistische Bilder malen, vielleicht hätte ich mit meinen Gemälden sogar viel Geld verdient, weil so viele Menschen meine in den Farben ausgedrückten Schmerzen nachempfinden können, wenn mir diese - aus meiner heutigen Sicht ziemlich un
� An stets gleichförmige Reize gewöhnt sich der Körper schnell
wirksamen - japanischen Magnetpflaster nicht geholfen und den grundsätzlichen Weg zur richtigen Methode gezeigt hätte.
Ich stellte mich wieder auf die Füße und beschloss, mich auch in unternehmerischer und erfinderischer Hinsicht mit diesem Thema auseinander zu setzen. Schließlich war ich nicht der einzige Mensch auf der Welt mit Migräne.
Allein in Deutschland fallen Migränekranke an durchschnittlich 17 Arbeitstagen im Jahr aus, und Experten schätzten für 1994, dass allein in Europa rund 10 Billionen EUR Kosten entstanden.
� 10 Billionen EUR Kosten pro Jahr entstehen durch Migräne - ein volkswirtschaftlicher Faktor; Arbeitsausfälle, Medikamente, Therapieaufenthalte usw.
Kapitel 4
THERAPIEN MIT
PERMANENTEM
MAGNETISMUS?
Kapitel 4
Vom schnellen Erfolg mit dem Magnetpflaster zunächst euphorisch geworden, stürzte ich mich natürlich zuerst mit frischer Energie auf alle ähnlichen Methoden, also auf Therapien mit permanentem Magnetismus, die in der Anwendung von Dauermagneten bestehen.
Da ja zumindest einiges Grundwissen über Magnetismus heutzutage bei je-dem Schulkind vorausgesetzt werden kann, beschränke ich mich zunächst auf eine sehr einfache, aber grundlegende Unterscheidung, deren Details erst später erläutert werden sollen.
Wie wohl jeder weiß, gibt es Magnete, welche die als Ferromagnetismus bekannte Anziehungskraft z. B. auf Eisen ununterbrochen ausüben. Dies sind die sogenannten Permanent- oder auch Dauermagnete, die z. B. bei den Magnetpflastern eingesetzt werden. Diese erzeugen statische Magnetfelder. Sie kommen mit geringer Stärke der Anziehungskraft in der Natur vor, können aber auch in größerer Stärke künstlich hergestellt werden.
Daneben gibt es die unsere gesamte technische Zivilisation wesentlich bestimmenden Elektromagnete, die ein- und ausschaltbar sind, weil sie immer nur dort auftreten, wo elektrischer Strom fließt. Im Alltag haben wir es dabei sowohl mit elektrischen Wechselmagneten wie mit Permanentmagneten zu tun.
Da der Elektromagnetismus noch nicht so lange bekannt ist, erscheint es nicht verwunderlich, dass alle älteren Magnet-Therapien ausschließlich auf der Anwendung von Dauermagneten beruhen. Sämtliche im historischen Teil
� Therapie mit Permanentmagneten, Dauermagnet und Elektromagnet
dieses Buches behandelten Therapien basieren auf diesem permanenten Magnetismus, der ein Naturphänomen ist, vergleichbar der Schwerkraft, die gleichfalls eine natürliche, unsichtbare, wenn auch völlig anders geartete Anziehungskraft darstellt. Erinnern wir uns vielleicht an die grundlegenden Eigenschaften eines Dauermagneten, wie Nordpol und Südpol, sowie an die magnetischen Feldlinien mit ihrem typischen Verlauf, hier bei einem Stab

Verlauf der magnetischen Feldlinien bei einem Stabmagneten. Eine Magnetnadel stellt sich tangential zu den Feldlinien ein. Die Liniendichte beschreibt direkt die Stärke der magnetischen Kraft. Abbildung aus dem Buch: „Unsichtbare Umwelt“, mit freundlicher Genehmigung des Au-tors Prof. Dr. H. L. König.
Oft vergisst man, dass die magnetische Abstoßungskraft genauso zum Magneten gehört, wie die Anziehungskraft.
„Du ziehst mich an wie ein Magnet“ ist eine geläufige Redensart. „Du stößt mich ab wie ein Magnet“ ist dagegen eher ungebräuchlich. Offenbar wird das menschliche Unbewusste eher mit dem Phänom der Anziehung fertig als mit dem der Abstoßung (Wir wissen zum Beispiel aus der Motivations-Psycholo
gie, dass Negationen, also Verneinungen und negative Aussagen im Unbewussten keine Verankerung finden. Deshalb haben die Menschen wohl meist das unbewusste Bedürfnis, Verbote in der Form von Du-darfst-nicht-Sätzen zu übertreten...).
Ich werde nie vergessen, wie der große alte Physik-Nobelpreisträger Professor Edward M. Purcell, einer der Väter moderner Magnet-Theorien, einmal mühelos die durch seine Handflächen gehende Anziehungskraft von Dauermagneten demonstrierte und erklärte. Ratlos wurde er erst, als er einen der Magnete umdrehte, um die Abstoßungskraft der gleichnamigen Pole zu demonstrieren. Er rang nach Worten und fand dann nur in der deutschen Sprache - er hat in Karlsruhe studiert und spricht ein wenig Deutsch - ein passen-des Wort dafür: „Unheimlich“.
In der Physik unterscheidet man vier sogenannte Urkräfte, - man könnte auch sagen, das ist der Punkt, wo die Physik in einen Erklärungsnotstand kommt:
geht. Ihre Feld-Reichweite ist unbegrenzt. Letztlich versucht die Physik, diese vier Urkräfte zu einer einheitlichen Theorie zu verschmelzen. Uns interessiert hier nur:
Was ist die 3. Kraft?
Insbesondere: Was bewirkt sie in unserem Körper?Nachdem Sie nun ein Buch über Magnetfeld-Therapie in der Hand halten,erwarten Sie vielleicht von seinem Autor, dass er Sie grundlegend in das Wesendes Magnetismus einführt, wie dies so viele kurzerhand tun, die bisher Bü
� Der große Physiker und Nobelpreisträger Prof. Dr. Edward M. Purcell Die unheimliche 2. Seite der 3. Kraft
cher über dieses Thema geschrieben haben, indem sie physikalische Größen wie Gauß, Tesla, Feldlinien, Induktion usw. aus Formelsammlungen übernehmen und Definitionen in andere Worte übertragen.
Alles dies sind Größen, mit denen wir als Physiker und Techniker magnetische Größen berechnen, mit ihnen Geräte, Spulen und Sender konstruieren, und die genauso funktionieren, wie wir es vorhersagen. Wir wissen, wie Magnetfelder funktionieren, wie man sie aufbaut, in elektrischen Strom umrechnet und umsetzt, wir kennen die Bedingungen, unter welchen sich elektrische und magnetische Felder zu elektromagnetischen Wellenformen aufschaukeln, die im Rahmen von Hörfunk und Fernsehen theoretisch durch das ganze Weltall geschickt werden.
Aber wenn wir ganz ehrlich sind, müssen wir Edward M. Purcell zustimmen.
Warum es Magnetfelder gibt, warum sie zum Beispiel ein Mitbringsel des elektrischen Stroms sind und umgekehrt, warum elektrischer Strom durch Magnetfelder erzeugt werden kann, entzieht sich völlig unserem Wissen. Die Magnetwirkung ist „unheimlich“ wie alles, was materielos ist und trotzdem als Wirkung messbar wird.
Die beiden Grundphänomene sind folgende: Ein fließender Strom - und nur ein fließender - wird immer von einem Magnetfeld (und damit gerichteten Kräften) begleitet. Umgekehrt „erzeugt“ („induziert“) ein sich zeitlich änderndes Magnetfeld also zum Beispiel auch ein Wechselmagnetfeld - in einem elektrischen Leiter einen elektrischen Strom bestimmter Richtung.
� Grundbegriffe der Magnet-Physik

Magnetische Feldlinien sind immer in sich geschlossen und mit dem geschlossenen elektrischen Stromkreis verkettet. Abbildung aus dem Buch: „Unsichtbare Umwelt“, mit freundlicher Genehmigung des Autors Prof. Dr. H. L. König.
Noch einmal: Lassen Sie sich nichts vormachen! Kein Mensch kann sagen, warum das so ist. Magnetismus ist eine der bisher nicht erklärten Urkräfte.
Niemand „versteht“ die sogannte 3. Kraft wirklich.
Von Bedeutung ist für uns vor allem: Magnetische Feldlinien gehen praktisch ebenso ungehindert durch unseren Körper hindurch wie durch dicken Beton. Und für uns sind einzig und allein die folgenden Fragen interessant:
Hinterlässt diese durch magnetische Feldlinien beschriebene Energie, die unseren Körper durchdringt und dabei selbst unbeeindruckt bleibt, innerhalb dieses Körpers selbst einen Eindruck? Löst sie eine Reaktion aus, die wir für unsere Gesundheit nutzen können?
Wie muss diese Energie gestaltet werden, um günstige Wirkungen in unserem Organismus auszulösen? Oder ist es so, dass etwas, das selbst nicht verändert wird, auch keine Veränderung auslösen kann?
� Prof. Dr.-Ing. H. L. König, Miterfinder und Konstrukteur quantentherapeutischer Apparate.
Mit anderen Worten:
Ist zur Erzielung einer Wirkung die Abgabe von Energie (viel oder wenig) erforderlich, entsprechend einer Veränderung, oder genügt eine Art Reiz, der ohne Einfluss auf die Energiebilanz bereits „etwas auslöst“?
Die zweite, und nicht weniger wichtige Frage ist die: Ist ein Magneteinfluss mit stets gleich orientierten Feldlinien, also ein Permanentmagnet, für Heilzwecke günstiger oder ist dem z. B. künstlich erzeugten Wechselmagnetfeld der Vorzug zu geben?
Da ich selbst zunächst Erfahrungen mit Magnetpflastern, also Permanentmagneten, gemacht hatte, beschloss ich, mich als erstes der Erforschung dieses Heileffekts zuzuwenden, auch wenn er sich als kurzlebig herausgestellt hatte. Ich war überzeugt, dass diese Magnetpflaster auch Ursache der vorübergehenden Migräneheilung waren.
Ein Placebo-Effekt, also eine eingebildete Heilung, schien mir unwahrscheinlich, da ich vorher mit gleicher Intensität an andere Heilmittel und Heilverfahren, wie zum Beispiel die Akupunktur „geglaubt“ hatte, ohne dass sich ein Erfolg gezeigt hätte.
Dennoch kann man die allgemeine Nutzung eines Verfahrens nur sehr bedingt auf eigene Erfahrungen bauen. Man braucht Beweise, muss sich mit wissenschaftlicher Kritik auseinandersetzen und muss objektive Belege sammeln.
Ich fragte meinen Arzt und Freund nach Berichten über den Einsatz bei Kranken, klinischen Gutachten oder glaubhaften Zeugenberichten. Er lächelte und sagte: „Ihr Techniker und Ingenieure seid doch furchtbare Realisten. Ihr wollt alles bewiesen haben, schwarz auf weiß sehen. Aber ich habe das schon kommen sehen und bin darauf vorbereitet.“ Damit überreichte er mir ein Bündel von Fotokopien, die er für mich aus Broschüren und Büchern zusammengestellt hatte.
� Permanentmagnet oder Wechselmagnet?
Nachfolgend einige Auszüge daraus:
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es in Deutschland eine ganze Reihe von Ärzten, Wissenschaftlern und Autoren, die den sogenannten mineralischen Magnetismus wieder ins Gespräch brachten.
So zum Beispiel Georg Friedrich Most, der in seinem 1843 bei Brockhaus erschienenen Buch: „Enzyklopädie der gesamten Volksmedizin oder Lexikon der vorzüglichsten und wirksamsten Haus- und Volksarzneimittel aller Länder“ eine solche Therapie beschreibt und von eindrucksvollen Heilerfolgen berichtet:
„...Man entfernt nun alles Eisen aus der Nähe des Kranken und beginnt die Operation mit dem Magnetstab.
Leidet zum Beispiel jemand an Zahnschmerz, so nimmt der Arzt den vorn wie eine Bleifeder zugespitzten Magnetstab, erwärmt diesen und streicht mit dem positiven Pole von der schmerzhaften Stelle aus langsam zwischen Zähnen und Lippen der Mitte der Schneidezähne zu und entfernt dann rasch den Magnet vom Mund des Kranken...“
„...Im schmerzhaften Anfall selbst wirkt der Magnet oft gar nicht, weil das ganze Nervensystem zu sehr vom gegenwärtigen Schmerze betäubt ist, um auf fremde Eindrücke hinreichend zu reagieren...“
„Der mineralische Magnetismus, Mineralmagnetismus, das ist das Bestreichen oder Bedecken des leidenden Teils mittels eines künstlichen Magneten (Magnetstahl, Magnetplatte), hat in unserer Zeit die Aufmerksamkeit der Ärzte und Laien als wirksames Mittel gegen Zahn-, Kopf- und Gliederschmerzen, gegen örtliche Gicht, nervösen Rheumatismus, Magenkrampf, Veitstanz,
Epilepsie usw. vielfach in Anspruch genommen. Selbst der quälende, oft jahrelang nervöse Subjekte periodisch aufs fürchterlichste ergreifende Gesichtsschmerz wurde in den Hospitälern Londons durch das tägliche Bestreichen mit dem Nordpol eines erwärmten Magneten allmählich geheilt.“
Er erwähnt sodann die Heilerfolge M. E. von Bulmerincqs, die dieser 1835 in: „Beiträge zur ärztlichen Behandlung mittels des mineralischen Magnetismus” veröffentlicht hat. Anschließend gibt er über viele Seiten Anweisungen für die Anwendung der Magnet-Therapie. Hier einige Auszüge:
„ ... Man wende den Magneten nie kalt, stets mäßig erwärmt an ... man bringe stets den Nordpol an den leidenden Teil, nie den Südpol, denn dieser vemehrt nach Dr. Kayle, Blundel und anderen den Schmerz...“
„... gegen periodisch eintretende Leibschmerzen, Unterleibskrämpfe, starke Mutterblutflüsse, große Neigung zu Verstopfung, Blähungen und schlechte Verdauung leistet das anhaltende Tragen der magnetischen Stahlplatte, nach meinen zahlreichen Erfahrungen, die besten Dienste...“
„...Die magnetische Kur gelingt am besten, wenn man zwei mäßig starke, etwa zwei bis sechs Kilo eisentragende hufeisenförmige Magnete an die beiden Waden dergestalt legt, dass das (+ M) und (- M ) jedes einzelnen Magnetpols nach der Achillessehne und nach unten gerichtet, entweder außerhalb oder innerhalb der Unterschenkel zu liegen kommen, nicht aber der Pluspol des einen und der Minuspol des anderen Magneten nach innen oder umgekehrt...“
Besonders ausführliches Material fand ich in dem Buch „Geheilt durch Magnetismus“ von Wulf D. Hoyer.
� Magnetische Kur in der Erfahrungsmedizin
Er berichtet darin von Heilerfolgen in Japan, in den USA, München, Zürich und Wien:
Dr. Nakawage, der Leiter des Isuzu Hospitals in Tokio, behandelte mehr als
10.000 seiner Patienten bei Muskelverspannungen der Schulter- und Nakkenpartien mit Magneten.
Bereits nach wenigen Tagen waren 90% der Patienten beschwerdefrei.
Die Ausdehnung der Schmerzzone bis zum Kopf oder Rücken war verschwunden. Dr. Nakawage hatte bei seinen Patienten an bestimmten Punkten mittels Heftpflaster kleine Stahlmagnete angelegt. Somit konnte er ein offensichtliches Zusammenspiel der körperlichen Nerven-Reflexpunkte mit diesen neuartigen Magnetpflastern darstellen.
Als Folge wurde diese Behandlungsmethode vom japanischen Gesundheitsministerium anerkannt.
Dr. Arichi vom Kinki-Universitätskrankenhaus, Dr. Suzuki (Tokio-Medical-College-Krankenhaus) und Dr. Sato vom Chihaya Hospital kamen ebenfalls zu dem Ergebnis, dass die Magnetwirkung den Stoffwechsel anregt, Schmerzen beseitigt und Muskelverspannungen löst.
Diese Magnetpflaster mit einer Stärke von 700 Gauß / 0,07 Tesla (das Erdmagnetfeld weist nur 0,5 Gauß auf) machen, so berichtet Hoyer, den Sauerstoff im Gewebe löslicher und fördern die Durchblutung. In vielen Fällen genügte eine Behandlung von nur fünf Tagen, um den Patienten schmerzfrei zu machen.
Was die Japaner offensichtlich mehr als andere interessierte, waren praktische Heilerfolge in großer Zahl, ohne dass sie sich besonders intensiv um die Erforschung der Hintergründe und Wirkmechanismen kümmerten. Für uns in der westlichen Zivilisation – und ganz besonders für einen deutschen Ingenieur wie mich - war diese Erfahrungsmedizin zwar faszinierend und inspirierend, sie bot aber keine Basis für einen wirklich revolutionären
� Dr. Nakawage, Leiter des Isuzu Hospitals in Tokio
10.000 Patienten ohne Verspannungen: Japanisches Gesundheitsministerium erkennt Magnet-Therapie an.
Fortschritt, wie er mir von Anfang an vorschwebte. Die Quantronik, wie sie sich dann später entwickelt hat, wäre auf der Grundlage einer solchen Erfahrungsmedizin vielleicht erst in einigen hundert Jahren per Zufall gefunden worden.
Nur durch die wissenschaftliche Grundlagendurchdringung war ein „Quantensprung“ in der Entwicklung möglich. Ich war daher froh, dass Hoyer in dem schon erwähnten Buch nicht nur bei den Japanern recherchiert hatte, sondern auch in den USA, wo man sich offenbar mehr mit Grundlagenforschung auseinandersetzte. Die Amerikaner erforschten den Einfluss des Erdmagnetismus auf das Leben.
Im Auftrag der Nasa züchteten Dr. Halpern und Dr. Vandyk aus Philadelphia weiße Mäuse in einem Metallkäfig und schalteten künstlich das Magnetfeld der Erde aus. Nach wenigen Wochen ohne Erdmagnetfeld verloren die Versuchstiere ihr Fell und starben. Ihr Bindegewebe in der Haut und in den inneren Organen hatte sich wuchernd vermehrt. Die im magnetischen Feld gezüchteten Tiere blieben dagegen gesund.
Die Erkenntnis daraus ist ebenso einfach wie wichtig: Das Erdmagnetfeld, dem der Organismus im Laufe der Entwicklungsgeschichte ständig ausgesetzt war, ist so lebensnotwendig wie ein Vitamin.
Dagegen können uns seltene Magnet-Erscheinungen der Natur und biologisch störende Magnetfelder schaden, worauf später noch genauer eingegangen wird.
Magnetfeld-Therapie, dies war meine fundamentale Erkenntnis aus den Studien, sollte sich ausschließlich „gängiger“ natürlicher Magnetfelder nur mit den in der Natur und in der Biologie vorhandenen Frequenzen bedienen!
� Eine Nasa-Untersuchung ergab: Das richtige Magnetfeld ist so wichtig wie ein Vitamin für den Menschen.
Dies scheidet die Geister wirklich am wesentlichen Punkt: Magnetfelder, die unserem Körper nicht aus den Erbanlagen geläufig sind, werden vom Organismus nicht verstanden oder schaden ihm unmittelbar. Traurig, aber wahr: Es gibt skrupellose oder wenigstens ahnungslose Magnetfeld-Therapiegeräte-Hersteller, die tatsächlich die völlig unnatürliche und nachweislich ungesunde 50-Hz-Frequenz unseres Haushaltsstroms in ein Magnetfeld umwandeln und behaupten, dies sei Therapie: Solchen Leuten müsste das Handwerk gelegt werden.
Es ist ihnen jedoch schwer beizukommen, denn auch natürliche Magnetfelder können uns durchaus schaden. Es kommt nur darauf an, wie sehr unser Organismus daran gewöhnt ist. Ein Sonnensturm ist durchaus natürlich, aber er schadet uns auch zweifellos, weil das Ereignis zu selten ist, als dass sich der Organismus darauf eingestellt haben könnte. In der Tat ist es auch künstlich möglich, das „natürliche“ Magnetfeld eines Sonnensturmes hervorzurufen. Aber noch einmal: „Natürlich“ ist nicht immer „gesund!“
Nachdem in den USA und Japan der gesundheitliche Nutzen der Magnetfeld-Therapie als erwiesen schien, konnte sich die Schulmedizin des westlichen Europa nicht mehr diesen Erkenntnissen verschließen. Wissenschaftliche Forschungsgruppen in München, Zürich und Wien begannen mit dieser „neuen-alten“ Therapie auf der Basis der vorhandenen Untersuchungen zu experimentieren und erzielten neue, weitergehende Ergebnisse.
Die 20-Magnet-Folie
An der Wiener Poliklinik wurde eine Magnetfolie von Dr. Johannes Bischko vom Ludwig-Boltzmann-Institut für Akupunktur erprobt: Auf einer Breite von 10 cm befanden sich 20 Magnete, die eine verblüf
� An der Wiener Poliklinik wurde eine Magnetfolie von Dr. Johannes Bischko vom Ludwig-Boltzmann-Institut für Akupunktur erprobt.
fende Vielfachwirkung auslösten. Interessant dabei ist, dass sich nach den physikalischen Gesetzen des Magnetismus die magnetischen Feldlinien dieser eng angeordneten Magneten natürlich überlagern und gegenseitig beeinflussen. Obwohl es sich um statische Permanentmagneten handelt, entsteht dadurch in Wechselwirkung mit dem behandelten Körper vor allem durch dessen räumliche Bewegung relativ zur Folie eine Art „Dynamik“. Sie wird daher von Hoyer wohl auch als Wechselmagnetfolie bezeichnet, obwohl sie mit einem elektrisch geregelten Wechselmagneten nichts zu tun hat.
Selbstverständlich kann man auch aus einem Permanentmagneten, der immer zwei Pole hat, eine Art primitiven Wechselmagneten machen, indem man abwechselnd den Nordpol und den Südpol zur Behandlungsstelle hin dreht. Ich vermute, daß dies bei den oben erwähnten magnetischen „Bestreichungen“ und wohl auch schon bei Mesmer so geschehen ist, ohne dass es überliefert wurde. Die Folie von Bischko unterscheidet sich jedenfalls erheblich von Magnetpflastern, die nur aus einem Magneten bestehen. Auch diese Folie wird aber wie ein Heftpflaster auf die Haut aufgeklebt.
Die den Versuch überwachenden Mediziner bescheinigten der Folie eine heilende Wirkung bei Verspannungen, Durchblutungs- und Sensibilitätsstörungen, Ischias, gynäkologischen und rheumatischen Beschwerden sowie bei Narben und deren Störungen.
Der zuletzt bei Salzburg lebende Wiener Strahlenforscher Dr. Kokoschinegg erforschte die Heilerfolge mit dieser Folie bei Patienten, die auf übliche Therapien nicht reagiert hatten, und schrieb diese nicht allein den lokalen Einflüssen der Magnetfelder zu, sondern behauptete, dass deren Ausstrahlungen auch weitere Körperreaktionen zur Folge haben müssten. Er nahm - laut Hoyers Recherchen -drei Wirkungsmechanismen an:
� Vor-quantronische Theorien über die Magnetwirkung mit Permanentmagneten von dem Wiener Strahlenforscher Dr. Kokoschinegg
Wirkungsmechanismus 1:Die Körperflüssigkeit nimmt mehr Sauerstoff auf. Durch magnetische Ausrichtungen schließen sich Einzelmoleküle zu Molekülketten und Ballungenzusammen, und die Zellen werden intensiver mit Sauerstoff versorgt.
Wirkungsmechanismus 2:Der Zellstoffwechsel verbessert sich; das statische Magnetfeld erhöht dieSpannung in den Körperzellen und beschleunigt den Ionentransportdurch die Zellmembran. Die Stoffwechselvorgänge der Zelle werden neubelebt. Das wäre ein wahrhaft elementarer Mechanismus. Aber wie gerietendie Ionen durch ein statisches, also bewegungsloses Magnetfeld überhaupt inBewegung? Ich ahnte damals schon, dass dies nur durch die Bewegung desKörpers, an dem die Magneten befestigt waren, passieren könnte, und damitvon den Zufälligkeiten der Umgebung abhing.
Wirkungsmechanismus 3:
Das Magnetfeld dämpft die Übererregung der für die Schmerzempfindung zuständigen Nervenfasern.
Ein Kontrollversuch wurde 1982 in München durchgeführt. Hoyer berichtet, dass die 20-Magnet-Folie von Sportärzten an 20 Studenten erprobt wurde. Durch Eigenblutinjektionen wurden an den Armen Hämatome hervorgerufen. Diese wurden teils mit magnetisierten, teils mit unmagnetisierten Folien abgedeckt. Unter der Magnetfolie verschwanden Druckschmerzen um 4 Tage, Hämatome um 2 Tage früher.
Der umfangreichste Versuch mit der Bischko-Folie wurde, nach Hoyers Darstellung, durch den Verkehrsmediziner Dr. Saam als Großversuch des ÖAMTC durchgeführt, des größten österreichischen Automobil-Clubs. Da eine Hochrechnung ergeben hatte, dass von tausend Autofahrern ungefähr vier wegen irgendwelcher Schmerzen in Verkehrsunfälle verwickelt waren, konnte im Frühjahr 1983 jeder Autofahrer kostenlos eine Magnetfolie anfor
dern. Als Gegenleistung wurde nur ein kurzer Erfahrungsbericht gefordert. Das Ergebnis dieser Aktion war positiv. Jeder 5. Autofahrer, der sich durch Beschwerden in seiner Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt fühlte, gab an, dass er dank der Wechselmagnetfolie jetzt wieder voll fit hinter dem Steuer sitze. Der Verkehrsmediziner Dr. Reimund Saam sah dieses Ergebnis als Erfolg auf dem Gebiet der Erforschung der Verkehrssicherheit an.
Magnetfelder in der Schönheitschirurgie
Auch die „Schönheitschirurgie“ weiß sich offenbar der Vorzüge des Magneteinsatzes bei der Wund- und Narbenheilung zu bedienen.
So konnte der damals noch nicht so wie heute berühmte Arzt für plastische Chirurgie Dr. Mühlbauer vom Münchner Klinikum „Rechts der Isar“ nach ausgedehnten Tierversuchen auf der 91. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie über den Heilverlauf mittels statischer Dauermagnetfelder bei über 100 Patienten berichten. Auf diesem Kongress erregte eine Methode besonderes Aufsehen:
Es handelte sich um eine Patientin, deren Bauchdecke operativ gestrafft worden war. Eine Hälfte der Narbe wurde wie gewohnt vernäht, die andere mit einem sogenannten „magnetischen Reißverschluss“ versehen. Darunter muss man sich gürtelartig aufgebrachte Paare von kleinen Permanentmagneten aus Strontiumferrit vorstellen.
Schon nach 10 Tagen konnte man sehen, dass der magnetisch behandelte Teil der Narbe besser abheilte. Er zeigte eine geordnete Ausrichtung der kollagenen Faserbündel parallel zu den magnetischen Feldlinien im Gegensatz zum ungeordneten Durcheinander im nicht behandelten Teil der Narbe.
Mühlbauer berichtete weiters von großen Erfolgen bei Verbrennungen.
Hoyer erwähnt auch die vielleicht wichtigste Wirkung des Magnetfeldes, nämlich diejenige auf das Nervensystem.
Rund 80% der im Rahmen seiner Recherchen befragten Patienten berichteten über ein schnelles Nachlassen der Schmerzen. Das Magnetfeld scheint offenbar die Erregung der langsam leitenden dünnen Nervenfasern zu dämpfen.
Der akute Schmerz ist der „bellende Wachhund der Gesundheit“ - das Warnsignal unseres Körpers. Er zeigt Unregelmäßigkeiten im Organismus an und weist dem Arzt den Weg zur Diagnose. Aber nur bei akuten Schmerzen ist dieses Warnsignal hilfreich.
Chronische Schmerzen, die manchmal über Jahre anhalten und unter denen Millionen von Menschen leiden, sind hingegen sinnlos, da sie keine Warnwirkung mehr haben. Im Gegenteil: Sie führen oft zu weiteren Krankheiten, weiterem Schmerz, schließlich zur Vereinsamung, zum beruflichen Ruin bis zum Selbstmord.
Bei der weitaus häufigsten Schmerzart, dem Kopfschmerz, hat man bis zu neunzig verschiedene Ursachen festgestellt.
Die Ursache für den Rückenschmerz, der an zweiter Stelle steht, ist ebenfalls schwer zu finden.
Professor Hans Ulrich Gerbershagen, der ärztliche Direktor der Schmerzklinik Mainz, äußert sich hierzu: „Bis zu 50 verschiedene Diagnosen sind möglich, vom Bandscheibenvorfall über Entzündungen, Fehlstellungen bis hin zu den schlimmsten Erscheinungen, den Querschnittlähmungen und Karzinomen. Ständige Fehlbelastung der Wirbelsäule, zu wenig abwechselnde Bewegung und ein gebeugter statt aufrechter Gang verursachen in den meisten Fällen die Kreuzschmerzen.“
In der Haut befinden sich die Rezeptoren für die Schmerzempfindung. JederQuadratzentimeter enthält Hunderte davon. Sie bestehen aus den Endpunkten zahlreicher Nervenfasern und schicken ihre Wahrnehmungen als elektrische Impulse an das Zentralnervensystem. Zuerst in das Rückenmark, dannin das verlängerte Rückenmark, die Medulla oblongata, dann in das Stammhirn und zum Thalamus, einer entwicklungsgeschichtlich besonders alten Gehirnregion.
Die Thalamus-Zellen, tief in der Basis des Gehirns, sammeln alle Schmerz-
meldungen aus den verschiedensten Bereichen, stufen sie ab und verarbeiten
sie. Erst danach nehmen die Milliarden Nervenzellen der Großhirnrinde von
der Schmerznachricht Kenntnis. Da die Nerven sehr schnell leiten, geschieht
all dies im Bruchteil von Sekunden.
Schmerz hat fast immer Angst zur Folge, Angst, die zu Depressionen undVerzweiflung führen kann. Deshalb ist es so wichtig, dass die Schmerzempfindungen auf unschädliche Weise schnell bekämpft werden.
Die Schmerzforschergruppe „International Association for the Study ofPain“ hat in der Zeitschrift „Pain“ konstatiert: „Schmerz ist ein unangenehmes Sinnes- oder Gefühlserlebnis, das mit aktueller oder potentieller Gewebeschädigung verknüpft ist.“
Geschädigte Zellen lassen Versorgungsnetze zusammenbrechen und lösen Si-
gnale und Reaktionen aus.
Ich nahm diese Theorien und Erkenntnisse mit Begeisterung in mich auf,zeigten sie doch, dass mein persönliches Erleben kein Einzelfall war, sonderndass weltweit eine Vielzahl ähnlicher Erfahrungen vorlag.Es galt nun, tiefer in die Materie einzudringen und die Spreu vom Weizen zutrennen, zumal die damaligen Theorien über die physiologische Wirksamkeitnoch sehr unterschiedlich waren.
Kapitel 5
DIE BEDEUTUNG
NATÜRLICHER UND
TECHNISCHER
MAGNETFELDER FÜR
UNSER LEBEN

Kapitel 5
Nachdem ich nun Genaueres über Therapien mit permanentem Magnetismus in Erfahrung gebracht hatte, informierte ich mich über die Basis des permanenten Magnetismus, zunächst über den wohl wichtigsten „Permanentmagneten“, die Erde.
Schon bald sollte ich sehen, dass die Begriffe Permanentmagnet/Wechselmagnet oder natürlicher Magnet/technischer Magnet/Elektromagnet durchaus fließende Übergänge haben. Der von vielen als „böse“ verteufelte Elektromagnetismus kommt durchaus auch in der Natur vor. Man sollte nie vergessen, dass wahrscheinlich mehr Menschen unter natürlichen elektromagnetischen Phänomenen wie zum Beispiel atmosphärischen Entladungen oder Sonneneruptionen leiden als durch technisch erzeugte Felder! Entscheidend ist ganz allein: Hatte der Mensch im Laufe seiner Entwicklungsgeschichte jemals die Chance, sich in seinem genetischen Design darauf einzustellen, das heißt
konkret: Waren die Einflüsse während einer hinreichend langen Zeitspanne und häufig genug vorhanden?
Ein Beispiel, das etwas hinkt, weil es möglicherweise eher um Schwerkrafteinflüsse und auch um Lichtphänomene geht, mag dies verdeutlichen: Der Mond in seiner ca. 4-Wochen-Periodik ist ein Phänomen, das unsere gesamte Entwicklungsgeschichte begleitet hat. Trotzdem ist seine Periode so lang, dass sie sozusagen für den Organismus überraschend kommt. Die Polizeistatistik dieser Welt weiß es objektiv, fast jeder von uns weiß es subjektiv: Vollmondnächte bringen irgendetwas durcheinander, obwohl sie mit schöner Regelmäßigkeit auftreten.
� Die immer wieder überraschende Mondperiodik: Polizeistatistiken zeigen die schlechten Auswirkungen.
Der Einfluss des Mondes hat uns zwar lange genug, aber nicht häufig genug begleitet.
Noch seltener sind Sonnenprotuberanzen, die starke elektromagnetische Stürme durch das All auf die Erde jagen. Auch sie sind von einer gewissen Regelmäßigkeit. Aber die Häufigkeit ist so gering, ihre „Schwingungsdauer“ im Weltgeschehen ist so hoch, dass sich unser biologischer Organismus bisher nicht dazu aufgerafft hat, Mechanismen zu entwickeln, die diese Schwankungen „auspendeln“.
Es ist, um es marktwirtschaftlich auszudrücken, „nicht genügend Nachfrage von seiten der Natur“ nach einem Reaktionsmechanismus da.
Die andere Seite der Medaille ist die: Ein elektromagnetisches Phänomen ist zwar häufig, aber im Hinblick auf die Entwicklungsgeschichte der menschlichen Erbinformation nicht lange genug vorhanden. Dies trifft vor allem für die elektromagnetischen Kraftfelder unserer technischen Umwelt zu. Sie sind überall anzutreffen und nicht nur häufig, sondern geradezu ständig. Trotzdem hatte die Biologie noch keine Chance, diese Störfelder in Nutzfelder umzuwandeln.
Letztlich muss ein therapeutisches Konzept wie die Quantronik alle schädigenden Einflüsse ausschalten können: Nicht nur diejenigen, die man ausschalten kann, indem man überall den Stecker aus der Steckdose zieht, sondern auch die natürlichen Störfelder, die unser biologischer Organismus noch nicht beherrscht. Aber davon später ausführlicher.
Dass ohne das Magnetfeld der Erde kein Leben auf unserem Planeten möglich wäre, ist weithin bekannt. Das Erdmagnetfeld bildet eine Art Schutzwall gegen lebensbedrohliche Strahlungen aus dem All. Insoweit ist dieses natürliche Magnetfeld eine Fundamentalbedingung der Evolutionsgeschichte.
� Natürliche und technische Störfelder

Die Abbildung aus dem Buch: „Unsichtbare Umwelt“ von Prof. Dr. Herbert L. König, S. 22, zeigt die Erde und ihr äußeres Magnetfeld.
Der Sonnenwind (SW) verformt das Magnetfeld der Erde (MF). Dadurch ergibt sich der Magnet-feld-Schwanz (MS), innerhalb dessen magnetfeldfreier Zone senkrecht zum Verlauf der mag-netischen Feldlinien interstellare Ströme (I) fließen. Eine Art Knautschzone gegen den Sonnen-wind stellt der sogenannte Van-Allen-Gürtel (VA) dar. Dort herrscht eine erhöhte Teilchen-Dich-te. Die Teilchen werden sozusagen an die „Erdmembran“ herangetrieben und sammeln sich dort, wie wir es später im Mikroformat an der Zellwand des Menschen beobachten werden.
Das interstellare Magnetfeld (MI) wird durch die Stoßfront (SF) beeinflusst und die sogenannte Magnetopause (MP) lässt sich als eine Feldlinie beschreiben, die das interstellare Magnetfeld (MI) vom Magnetfeld der Erde (MF) trennt.
Die Menschen scheinen schon früh die Wichtigkeit der Naturkraft des Erdmagnetfeldes gekannt zu haben. Verblüffend ist die Ausrichtung der ägyptischen Pyramiden im Erdmagnetfeld, wobei allerdings keine historischen Quellen bekannt sind, die den Hintergrund dieser erstaunlichen „Baubiolo
� Das Magnetfeld als Schutzschild des Planeten Erde
gie“ für kritische Augen beleuchten könnten. Man verzeihe mir als naturwissenschaftlich orientiertem Autor, dass ich mich hier nicht mit den schier zahllosen esoterischen Meinungsbildern über Wirkung der Pyramidenform auf Wachstum von Pflanzen, Konservierung von Mumien etc. auseinandersetzen will. Ich halte es auch nicht für notwendig, diese Ansichten zu widerlegen. Sie sind aber mit den Mitteln der exakten Beschreibung, die diesem Buch zugrunde liegen, nicht darstellbar, weil die Informationen so dürftig sind, dass sich daraus keine überprüfbaren Ergebnisse ableiten lassen.
Ich möchte aber keineswegs behaupten, dass diese Theorien falsch sind.
Mir ist nur keine nachvollziehbare Begründung dafür bekannt.
Fassbarer ist schon eher die navigatorische Nutzung des Erdmagnetismus. Den ersten Kompass haben mit Sicherheit schon die Chinesen im ersten oder zweiten nachchristlichen Jahrhundert konstruiert.
Im 4. Jahrhundert wurden christliche Kirchen gebaut, die exakt nach dem Erdmagnetfeld ausgerichtet wurden. Viele hundert Kirchen im Mittelalter folgten diesem Bauprinzip. Auch hier gilt: Solange wir nicht genügend historische Quellen darüber haben, müssen wir uns von einer Theoriebildung zurückhalten, so reizvoll sie wäre.
Der Londoner Arzt William Gilbert war im Jahre 1600 der Erste, der ein umfassendes Werk über den Erdmagnetismus schrieb. Die ersten wissenschaftlichen Werke in unserem Sinne stammen von Simonov (1835) und von Gauß (1838).
Die Intensität des Erdmagnetfeldes wird vielfach noch in der nach Gauß benannten Flussdichte-Einheit angegeben. Sie liegt je nach geographischer Breite zwischen 0,35 und 0,7 Gauß. In Europa liegt sie etwa bei 0,5 Gauß. Gemäß internationaler Norm gilt für die magnetische Flussdichte jetzt die Einheit Tesla (1 Tesla = 10.000 Gauß).
Allerdings zeigen auch diese Werte durch den Einfluss weiterer Magnetfelder durchaus Abweichungen, bedingt z.B. durch Vorgänge auf der Sonne, die starke Ströme in der Ionosphäre zur Folge haben, und durch elektromagnetische 10-Hz-Wellen, die von Blitzen ausgelöst werden im Zusammenhang mit den sogenannten „Schumann“-Resonanzen zwischen Erde und Ionosphäre. Die als „Athmospherics“ bezeichneten Erscheinungen treten auch im Bereich von 10 kHz auf, wie dies die folgende Abbildung zeigt.

Darstellung elektromagnetischer 10-kHz-Wellen zwischen Erde und Ionosphäre sowie außer-halb der Ionosphäre entlang der magnetischen Kraftlinien des Erdmagnetfeldes. Abbildung mit freundlicher Genehmigung von Prof. Dr. Herbert L. König aus seinem Standardwerk „Unsicht-bare Umwelt“. Siehe auch Literaturverzeichnis.
Besonders störend für den Menschen sind die Sonneneruptionen: 8 Minuten und 20 Sekunden, nachdem von der Sonne aus noch unerklärlichen Ursachen Materieteilchen aus den Sonnenflecken herausgeschleudert werden, treffen diese als Schockwellen auf unser Erdmagnetfeld und lösen die bereits erwähnten Ströme in der Ionosphäre aus.
Oft sind diese Strömungen des Erdmagnetfeldes sehr stark und beeinträchtigen nicht nur den Rundfunkempfang, sondern rufen höchstwahrscheinlich in den Genen der Lebewesen Veränderungen hervor, die sich früher oder später positiv oder (meistens) negativ auf den ganzen Organismus auswirken: als Fortschritt in der Evolution oder als Krankheit.
Das Magnetfeld ist übrigens kein Spezifikum des Planeten Erde. Alle uns bekannten Sterne besitzen Magnetfelder, desgleichen viele Planeten und Monde. Der Erdmond, Venus und Mars haben weit schwächere Magnetfelder als die Erde, das Feld des Jupiter allerdings ist 50.000 mal stärker als das unseres Planeten.
Offensichtlich ist das Erdmagnetfeld, das unser Leben in der Regel vor der kosmischen Strahlung schützt, keine stabile Größe. Es hat im Laufe der Evolutionsgeschichte schon mehrfach gewechselt, das heißt, Nord- und Südpol haben sich vertauscht. 12 solcher Polwechsel hat man allein für die letzten 9 Millionen Jahre nachweisen können. Der zur Zeit stattfindende Polwechsel kann bis zu 20.000 Jahre dauern. In den letzten 4.000 Jahren wurde das Magnetfeld um über 50% schwächer.
Manche Wissenschaftler vermuten, dass während dieser Wechselperioden die Schutzmantelfunktion des Erdmagnetfeldes ausfällt, was gewaltige Klimaänderungen und sogar Umschichtungen der Erdkruste zur Folge haben könnte. Viele paläontologisch bekannte oder mythisch überlieferte Katastrophen
können damit vielleicht besser als mit anderen Theorien erklärt werden, etwa das Aussterben der Dinosaurier, der Untergang von „Atlantis“ oder die „Sintflut“.
Nach Berechnungen von zwei amerikanischen Physikern soll im Jahre 3991 ein solcher Polwechsel bevorstehten. Bereits 500 Jahre vorher und 2000 Jahre danach soll das magnetische Schutzschild der Erde so brüchig sein, dass es zu gewaltigen Umwälzungen auf unserem Planeten kommen kann.
Wie kann man sich auf eine solche Situation vorbereiten? Müssen die Menschen dann wieder tiefe Höhlen bewohnen oder müssen sie Schutzbunker bauen, um sich vor der kosmischen Strahlung zu schützen?
Was geschieht mit den übrigen Lebewesen dieses Planeten? Werden durch Genmutationen aus Wellensittichen (die ja noch einen großen Teil von Saurier-Erbinformation besitzen) wieder Dinosaurier oder entstehen völlig neue Wesen? Stirbt am Ende das Leben auf der Erde völlig aus, weil das sauerstofferzeugende Plankton der Weltmeere vernichtet wird, wie dies bei den letzten Polumwandlungen bereits nachweislich geschehen ist? Müssen wir schon jetzt anfangen, Sauerstoff zu bunkern?
Werden wir krank und dumm im „Zero-Feld“?
Es ist gar nicht so einfach, den Wegfall des Erdmagnetfeldes schon jetzt im Experiment zu simulieren. Magnetfelder haben ja die Eigenschaft, dass man sie mit üblichen Mitteln nicht abschirmen kann. Lediglich mit sogenanntem MU-Metall ist dies bisher effektiv gelungen, einer Legierung, die aber uner
schwinglich teuer ist und deswegen nur für Forschungszwecke eingesetzt werden kann. Die „unheimliche“ Eigenschaft des Magnetfeldes, dass es auf der einen Seite anziehend wirkt, auf der anderen Seite abstoßend ist, kann aber dazu ausgenutzt werden, dass man ein Magnetfeld durch ein Gegenfeld unterdrückt. Eine vergleichbare Funktion erfüllt ja auch im Sinne eine Ablenkung des Erdmagnetfeldes gegenüber der kosmischen Strahlung.
Wissenschaftler haben nun bereits, durch Abschirmung mittels MU-Metall oder durch Einsatz eines Gegenfeldes eine Erdmagnetfeld-freie Zone, ein sogenanntes Zero-Feld (Nullfeld ohne Erdmagnetismus) erzeugt und in diesem Feld mit Tieren experimentiert: Weiße Mäuse zeigten bereits nach 4 Wochen erschreckende Folgewirkungen: Erhöhte Sterblichkeit, große Zahl von Tumorbildungen, Nieren- und Blasenleiden, Gewebeerkrankungen, krankhafte Leber- und Blutwertveränderungen. Angesichts solcher Ergebnisse im Tierversuch sind Menschenversuche im Zero-Feld nicht zu verantworten.
Es gab aber einen 10-tägigen Versuch an 20-jährigen Männern in einem stark abgeschwächten Erdmagnetfeld. Die Leistungsfähigkeit des Zentralnervensystems dieser jungen Männer sank in auffälliger Weise: Sie konnten nur mehr 8 Bilder pro Sekunde auseinanderhalten, während Menschen üblicherweise 14 Bilder pro Sekunde schaffen.
Es scheint so, als ob das, was wir gemeinhin als einen Bestandteil der Intelligenz kennen, nämlich das visuelle Unterscheidungsvermögen, unter dem Wegfall des natürlichen Magnetfeldes der Erde Schaden nimmt.
Auch wenn uns heute lebenden Menschen wie den nächsten Generationen das unmittelbare Erlebnis des Zero-Feldes während der Polumwandlung wohl noch erspart bleiben wird, ist es nicht nur die Verantwortung gegenüber der Nachwelt, die uns schon heute dazu verpflichtet, über Gegensteuerungen zu einer möglichen Katastrophe nachzudenken.
� Versuche ohne Erdmagnetfeld ergaben erhöhte Sterblichkeit, Steigerung von Tumorbildung, Nieren-und Blasenleiden, Gewebeerkrankungen
Die Quantronik, also die Lehre von der technischen Beherrschung von Magnetfeldern, die heute als Kleintechnologie entwickelt wurde, um in ersten Schritten Krankheiten einzelner Menschen zu behandeln und zu verhindern, wird in ferner Zukunft konsequenterweise eine der wichtigsten Wissenschaften für die Erhaltung des gesamten Lebens auf diesem Planeten sein.
Wir müssen nämlich schon heute beginnen, die erforderliche Technologie zu entwickeln, weil bereits heute massive Störungen des natürlichen und meist günstigen „magnetischen Gleichgewichts“ durch unsere Technik und Zivilisation existieren, deren Folgen uns im Laufe der letzten Jahre immer deutlicher geworden sind.
Vielleicht war es diese Erkenntnis von damals, die mich Jahre später, nach Erteilung der Quantronik-Patente dazu brachte, russische Astronauten auf der Raumstation Mir mit einem Salut 1 - Gerät auszustatten, damit sie erste Forschungsergebnisse über die Wirkung unseres künstlich-natürlichen Magnetfeldes erzielen konnten.
Im Weltraum fehlen dem menschlichen Körper Reize, an die er im Lauf der Evolution angepasst ist. Es fehlt das Erdmagnetfeld, es fehlt die normale Muskelarbeit, denn in der Schwerelosigkeit gibt es keine körperlich anstrengenden Bewegungen. Die Raumfahrer müssen ihren Körper und Kreislauf durch künstliches Training fit halten, und das ganz besonders auf der Raumstation. Schließlich war die Mir das bisher längste Raumfahrtabenteuer der Menschheit, und man wusste schon, dass die Lungenkapazität der Kosmonauten auf 30 % des normalen Wertes sank, dass sie unter Muskelschwund litten und dass ihre Knochendichte merklich zurückging. Sie brauchten normalerweise neun Monate in einer Sauerstoffkammer, um sich zu regenerieren. Mit Quantronik konnte die Regeneration um das doppelte schneller erreicht werden und ohne teure Sauerstoffkammern, ohne schädliche Nebenwirkungen.

Zunächst schrieb das russische Gesundheitsministerium am 21. April 1996: „Wir empfehlen dringend, die Ergebnissse unserer wissenschaftlichen Forschung bei der Weltraumfahrt und bei Anwendungen auf der Erde für die gute Gesundheit unserer Kosmonauten zu verwenden.“
Dann erfreute uns ein Gruß „unseres“ kerngesunden Kosmonauten. Am meisten aber erfreute uns der Erfolg der Salut 1 Mir-Mission.

Kapitel 6
VOM
DAUERMAGNETEN
ZUM PULSIERENDEN
MAGNETFELD
Kapitel 6
Das Erdmagnetfeld schützt nicht nur das Leben in seiner Gesamtheit. Lange schon wissen wir aus der Biologie, dass sich nicht nur Seeleute mit ihren Kompassnadeln, sondern Lebewesen aller Organisationsstufen des Erdmagnetismus zur Orientierung bedienen.
Das beginnt beim sogenannten Magnetotropismus von Pflanzen, die sich im Erdmagnetfeld ausrichten, und findet seine zoologische Parallele beim Aquaspirillum magnetotacticum, einem Bakterium, das sich im Bodenschlamm der Weltmeere nur deshalb orientieren kann, weil es in seinem Körper eine Art „Rückgrat“ aus Magnetitkristallen hat.
Ebenso haben Haie und Rochen ein spezielles Aufnahmeorgan, um die Richtung des Erdmagnetfeldes zu erkennen. Diese Tiere sind immer in Bewegung, schwimmen also stets über Feldlinien des Erdmagnetfeldes und rufen dadurch in einem bestimmten Organ einen magnetisch „induzierten Strom“ hervor. Die Stärke dieser Ströme hängt wiederum von der Richtung ab, in der das Tier die Feldlinien des Erdmagnetfeldes überschwimmt. Auch Wale sind übrigens in der Lage, das Erdfeld wahrzunehmen.
Wie kommt es, dass sich Tiere unmittelbar des Erdmagnetismus zur Orientierung bedienen können?
Nun, das Erdmagnetfeld ist, wissenschaftstheoretisch betrachtet, nichts anderes als eine während der Entwicklungsgeschichte des Lebens auf diesem Planeten in der letzten Million Jahre ständig vorhandene Information. Es
� Magnetfeld als Informationsträger
wäre unsinnig, wenn die Evolution sich diese Information nicht nutzbar gemacht hätte. Wenn eine Telefonleitung vor meiner Haustür liegt, ist die Anschaffung eines Telefonapparates durchaus sinnvoll. Der Telefonapparat ist das „Aufnahmeorgan“ für diese Information, das Magnet-empfindliche Organ wäre in diesem Bild der Telefonapparat für Anrufe des Erdmagnetfeldes.
Es gibt sogenannte Kompasstermiten, die meterhohe Hügel bauen, die in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet sind. Maikäfer und wahrscheinlich der von den alten Ägyptern hochverehrte Scarabäus-Käfer richten sich in ihrer Ruhestellung nach Magnetfeldern aus. Vielleicht ist auch die bereits erwähnte unerklärliche Ausrichtung der ägyptischen Pyramiden im Erdmagnetfeld auf eine Orientierung an diesen „heiligen“ Käfern zurückzuführen.

Die Pyramiden von Gizeh - waren die Scarabäus-Käfer der Grund für ihre Ausrichtung nach Norden, oder hatten die Ägypter bereits einen Kompass, den wir nicht kennen?
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